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Die erste eigene Wohnung: Umzug in die große Stadt

Die erste eigene Wohnung: Umzug in die große Stadt

Es ist ein riesiger Schritt für viele junge Menschen: die erste eigene Wohnung. Vor allem dann wenn man vom Land kommt und ein Studium oder eine Ausbildung in München anstrebt, empfiehlt es sich doch gleich in Stadt zu ziehen.

Da München ja bekanntlich nicht den günstigsten Wohnungsmarkt bietet, muss man sparen, wo es nur geht. Deshalb sollte ein Umzug gut geplant und ausgeführt sein. Vor allem, wenn man noch nicht so häufig im Leben umgezogen ist, kommt eine große organisatorische und finanzielle Herausforderung auf einen zu.

Die richtige Wohnung in München finden

Klar, es ist nicht gerade günstig in München zu wohnen. Wenn man allerdings weiß wann, wie und wo man sich auf die Suche begeben muss, dann kann man vielleicht doch noch günstigen Wohnraum finden. Bei der Wohnungssuche gilt es einige Punkte zu beachten, um direkt schon bei der monatlichen Miete zu sparen.

  • gute Lage: Es muss nicht immer die Innenstadt sein. Auch im Umland gibt es günstige Wohngebiete. Ein gutes Beispiel ist die Gemeinde Karlsfeld. Laut dem aktuellen Mietspiegel liegt die durchschnittliche Kaltmiete bei 11,18 Euro pro Quadratmeter. Im Vergleich dazu verlangt man in München im Schnitt 17 Euro. Es ist also gut, wenn man sich für die erste eigene Wohnung nicht nur im Innenstadtbereich umschaut, sondern auch andere Bereiche in Betracht zieht.
  • Baujahr: Hier lautet die Devise: je älter, desto günstiger! Natürlich hat ein schöner Altbau seinen Preis. Deshalb sollte man sich, wenn möglich, nach Häusern und Wohnungen aus den 50er und 70er Jahren umschauen.
  • Größe: Wenn die Wohnung kleiner wird, steigt automatisch der Quadratmeterpreis zu einem gewissen Grad mit. Um mehr fürs Geld zu bekommen, kommt doch eher eine zwei Zimmerwohnung oder ein Zimmer in einer WG in Betracht.

Wie will ich wohnen?

Je nach finanziellem Spielraum und nach Geschmack ergibt sich die Form, in der man wohnen möchte. Sprich: will ich lieber unabhängig sein und allein wohnen oder ziehe ich in eine Wohngemeinschaft? Beide Formen haben ihre Vor- und Nachteile. In einer WG kann man beispielsweise Geld sparen und hat fast immer Gesellschaft. Allerdings muss man sich auf seine Mitbewohner verlassen können, zum Beispiel auch in Sachen Sauberkeit.

Andererseits kann man in seiner eigenen Wohnung die Tür hinter sich schließen und hat seine Ruhe. Das ist allerdings in der Regel deutlich teurer, da man sich  keine Kosten mit anderen Menschen teilen kann.

Den Umzug planen

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Ist eine passende Wohnung gefunden, kann man sich an die Planungen für den Umzug machen. Hier sollte man auf keinen Fall zu spät anfangen, denn der Tag rückt meist schneller heran, als einem lieb ist. Eine frühe Planung kann zudem helfen, die Kosten für den Umzug im Überblick zu behalten. Engagiert man ein Unternehmen für die Hilfe muss es beispielsweise nicht unbedingt teurer werden, als wenn man mit der Hilfe seiner Freunde und Familie rechnet. Wenn man sich auf Bekannte beim Umzug verlässt, sollte man unbedingt doppelt so viele Leute wie nötig fragen. Es kommt nämlich häufig vor, dass jemand absagt und am Ende steht man allein da. Das kann bei einem Umzugsunternehmen nicht passieren.

Egal wie man es anstellt, wichtig ist, dass man nicht erst in der letzten Sekunde anfängt zu packen. Man kann seinen Helfern die Arbeit deutlich erleichtern, wenn man die Kisten richtig beschriftet und vor allem klug packt. Die Kisten und Kartons sollten nicht zu schwer beladen sein. Eine große Kiste voll mit Büchern ist fast unmöglich zu tragen. Besser ist es die Kiste nur zu einem Drittel mit Büchern zu bepacken und mit anderen leichteren Gegenständen aufzufüllen.

Ein Umzug ist die perfekte Gelegenheit, um endlich einmal richtig auszumisten. Dabei wird jedes Teil, das man einpacken will zuerst angeschaut und bewertet. Braucht man es noch? Benutzt man es noch? Wenn nicht, dann kann es auf den Müll. Wenn man sich dazu entschließt vor dem Umzug alles auszumisten, tut man auch seinen Helfern einen Gefallen, da sie weniger tragen müssen.

Umzug nur die halbe Miete

Wenn man die neue Wohnung bezogen hat, ist der Umzug allerdings noch nicht vorbei. Damit alles glatt läuft, gilt es zunächst einmal Daueraufträge und Lastschriftverfahren für alle möglichen Nebenkosten einzurichten. Die Miete sollte schließlich pünktlich auf dem Konto des Vermieters eingehen, aber auch Strom und Internet wollen bezahlt werden. Idealerweise hat man beides früh genug angemeldet.

Daneben sollte man sich bei allen möglichen Institutionen ummelden. Dazu gehören die Bank, diverse Versichungen oder die Krankenkasse. Ganz wichtig ist auch, dass man seinen Wohnsitz bei den Behörden ummeldet. Tut man das nicht innerhalb von zwei Wochen, so muss man mit Strafen von bis zu 500 Euro rechnen. Im Vergleich zu anderen Bundesländern, ist es in Bayern möglich den Wohnsitz über den Postweg zu ändern, was einem die unnötige Wartezeit beim Einwohnermeldeamt erspart. Zieht man innerhalb von München um, kann man sich sogar online ganz einfach ummelden.