© Foto: Landeshauptstadt München Kreisverwaltungsreferat

Die Feuerwehr München legt die Schalter um

Die Feuerwehr München stellt ab dem morgigen Samstag die Notrufzentrale um, denn die Leitstelle zieht von der Heimeranstraße in die Heßstraße. Ab 7 Uhr werden die 60 Notrufleitungen der „112“ schrittweise umgezogen. Die Feuerwehr ist sich jedoch sicher, dass die Bürger die Umstellung nicht bemerken werden.  

 

Eineinhalb Jahre Vorbereitung, Planung und Schulung stecken hinter dem morgigen Termin der Feuerwehr München – die Rede ist von der Umschaltung der Integrierten Leitstelle in der „Feuerwache 3“ in der Heimeranstraße auf die neue Leitstelle in der „Feuerwache 4“ in der Heßstraße.

 

Am Samstag um 7:00 Uhr ist es soweit. Der Zeitpunkt wurde so gewählt, dass erfahrungsgemäß „mit einem geringen Einsatzaufkommen gerechnet werden kann“. Die Umschaltung besteht aber nicht nur darin, einen Schalter umzulegen. Sowohl in der „alten“ als auch in der „neuen“ Leitstelle ist jeweils eine komplette Mannschaft im Dienst, sodass ab 7:00 Uhr sukzessive die 60 Notrufleitungen „112“ paketweise in die Heßstraße umgeroutet werden.

 

Fast eine halbe Million Notrufe im ersten Halbjahr in München

 

 

Sowohl die 80 Leitstellendisponenten als auch ein Heer Spezialisten für Digitalfunk und Leitstellenstellentechnik werden dem Moment der Umschaltung entgegenfiebern, denn nicht nur die Räumlichkeiten werden sich ändern. Mit dem Umzug wird auch vom bisherigen Einsatzleitsystem „ELDIS 2“ auf das neue „ELDIS 3 By“ umgestellt. Dieses System erlaubt nun auch einen Datenaustausch mit allen bayerischen Leitstellen untereinander und eine Lokalisierung der Einsatzfahrzeuge auf einem Stadtplan.

 

Mit der neuen Leitstelle endet die zwanzigjährige Ära der Leitstelle in der Heimeranstraße. Sie war bei ihrer Einweihung 1997, die erste Integrierte und somit modernste Leitstelle Bayerns. Die neue Leitstelle in der Heßstraße kann mit Superlativen wie 22 Einsatzleitplätzen, 10 Notrufabfrageplätzen, 138 EDV-Schränken und rund 275 Kilometern verlegter EDV-Kabel, Lichtwellenleitern und Fernmeldeleitungen aufwarten. Die neue ILS ist somit für die Bedürfnisse der schnell wachsenden Landeshauptstadt bestens gerüstet und für die nächsten Jahre angepasst.

 

Alle an der Planung Beteiligten sind sich sicher, dass die Münchner Bürger die Umstellung nicht bemerken und der Leitstellenbetrieb ab dem ersten Tag reibungslos verlaufen wird.

 

 

 

sk/Pressestelle der Branddirektion