Die Lange Nacht der Demokratie in München

Am 15. September findet in München die lange Nacht der Demokratie statt. Diese soll für Inspiration, Begegnung und Reflexion sorgen. Insgesamt warten 70 verschiedene Veranstaltungen auf die Besucher.

 

Vom 15. auf den 16. September 2018 wird am Wochenende in zehn bayerischen Städten und Gemeinden die Lange Nacht der Demokratie gefeiert. Gerade in der heutigen Zeit, zwischen Hetzjagden in Chemnitz und wachsendem Rechtsextremismus ist es wichtig, sich darauf zu besinnen, was für ein wertvolles Gut die Staatsform unseres Landes ist. Das Ziel der Langen Nacht der Demokratie ist laut den Organisatoren die Begegnung sowie der Austausch auf Augenhöhe. Jeder kann sich einbringen, jeder darf sich beteiligen, keiner ist ausgeschlossen. So werben die Veranstalter auf ihrer Website.

 

 

In vielfältigen Formaten wird philosophiert, diskutiert und geredet. Außerdem sollen die Menschen Musik und Kultur genießen, lachen und feiern. Bereits am Samstagnachmittag geht es ab 16 Uhr mit der Veranstaltung „München isst bunt“ los. Dort werden Münchner und Münchnerinnen zu einer großen Tafel in die Sendlinger Straße eingeladen. Das Prinzip ist so einfach wie genial. Unter allen Gästen wird das Essen geteilt. An der Tafel darf sich jeder beteiligen. Egal ob eine Spezialität aus der Heimat, ein Lieblingsgericht aus einem anderen Land oder leckeres Fingerfood: Die Veranstalter und Besucher freuen sich über jeden, der aktiv zum Gelingen des Abends beiträgt. Um für eine gelungene Atmosphäre zu sorgen spielt Jesper Munk Musik.

 

In der Innenstadt am Salvatorplatz gibt es die „democraticArts ‚Speakers‘ Corner„, die zu politischen Gesprächen einlädt. Teilnehmer bekommen je fünf Minuten Zeit, um mit dem Publikum ihr Anliegen zu teilen. Egal ob ein Lied, eine Rede, ein Gespräch oder ein Gedicht. Jeder hat die Möglichkeit, seine Meinung zu sagen.

 

Für die Kinder und Jugendliche wird am Nachmittag auch ein vielfältiges Programm angeboten. Schüler und Schülerinnen der Montessori-Schule im Alter von zehn bis zwölf Jahren haben sich beispielsweise in einem speziellen Workshop damit beschäftigt, was Demokratie für sie bedeutet. Dabei entstand eine sehenswürdige Ausstellung aus 360°-Fotos und Podcasts.

 

Bei der Veranstaltung „Let’s fall in love again“ teilen Vertreterinnen und Vertreter der Stadt ihr Verständnis für Demokratie mit. In einer besonderen Führung lässt sich außerdem entdecken, wie die Nazis die Demokratie in München gefährdeten. Insgesamt warten 70 Veranstaltungen auf die Besucher.

 

Mehr zu dem Programm finden Sie auch hier. Bei münchen heute sehen Sie um 18 Uhr mehr zum Thema.