— © Freizeitwaffen- eine umstrittene Angelegenheit
Freizeitwaffen- eine umstrittene Angelegenheit

Die umstrittene Welt der Freizeitwaffen

Waffen werden im Brauchtum, dem Sport und der Jagd eingesetzt. Ihr Gebrauch als Freizeitobjekte ist jedoch umstritten. Es stellt sich immer wieder die Frage, was reizt Menschen am Schießsport?

 

Der Deutsche Schützenbund ist einer der größten deutschen Sportverbände. Er zählt rund 1,4 Millionen Schützen, darunter auch Bogen- oder Armbrustschützen.  Viele Mitglieder müssen sich dabei immer wieder gegen gewisse Vorurteile wehren. Das Brauchtum des Schießsports ist besonders in Bayern und Niedersachsen sehr vertreten.

 

Die Zahl der Waffen in Deutschland ist auch beachtlich. Im Nationalen Waffenregister waren Anfang 2015 rund 5,8 Millionen legale Waffen gespeichert, die sich in Privatbesitz oder im Besitz von Vereinen befanden. Bei 1,45 Millionen Waffenbesitzern in der Bundesrepublik besitzt im Schnitt jeder von ihnen etwa vier Waffen.

 

Laut Jürgen Kohlheim, dem Vizepräsidenten des Deutschen Schützenbundes, sind die Motivationen für den Schützensport abhängig vom Lebensumfeld und der Wohnlage. «Im dörflichen Bereich kommt es oft durch die Bindung an die Nachbarschaft dazu, dass man sich dem Schützenverein zuwendet. Im städtischen Gebiet, wo die Konkurrenz an Sportangeboten viel größer ist, spielen andere Motive eine Rolle. „Die Faszination des Sports mache aus, «sich auf etwas Bestimmtes konzentrieren zu müssen“, es mehr als „Hin- und Herhüpfen“. Der sportliche Faktor werde unterschätzt, glaubt der Schießsport-Experte: Man brauche einen durchtrainierten Körper, um Waffen gut zu bedienen.
Die Mitgliederzahlen sind – wie bei vielen anderen Sportvereinen auch – rückläufig. Außerdem hat der Schießsport mit besonderen Schwierigkeiten zu kämpfen: Das Schießen mit einer Luftdruckwaffe ist erst von 12 Jahren an erlaubt. Zu diesem Zeitpunkt sind viele Jugendliche schon in anderen Sportarten verankert.

 

Nach dem Amoklauf von Winnenden hat das Bundeskabinett 2009 ein schärferes Waffenrecht beschlossen, das auch strengere Regeln für Sportschützen vorsieht. Wie Jägern und allen anderen Privatpersonen ist auch Sportschützen der Waffenbesitz nur nach sorgfältiger Prüfung erlaubt. Schusswaffen mit größerem Kaliber darf nur erwerben, wer mindestens 21 Jahre alt ist. Ein Sportschütze muss sich vor dem Kauf der ersten Waffe vom Schießsportverband bescheinigen lassen, dass er mindestens ein Jahr lang in einem Verein trainiert hat und die Waffe für eine bestimmte anerkannte Schießsportdisziplin braucht.

 

(dpa)

Das könnte Dich auch interessieren

Bild von Yancy1991 auf PixabayAnzeige16. Okt. 2026 19:15Moderne Innenbeleuchtung für stilvolles Wohnen: So setzt du dein Zuhause in SzeneLicht ist mehr als Helligkeit – es ist das unsichtbare Möbelstück jedes Raumes. Wer LED Pendelleuchte online bestellen möchte, stellt schnell fest: Die Auswahl ist riesig, doch die …16. Okt. 2026 19:15Bild von Michael Siebert auf PixabayAnzeige15. Okt. 2026 11:46Die besten Hausverwaltungen in München: Anbieter für WEG- und Mietverwaltung im VergleichWer in München eine Hausverwaltung sucht, trifft auf kleine Büros mit einer Handvoll Häuser ebenso wie auf Unternehmen, die zehntausende Einheiten betreuen. Ob eine …15. Okt. 2026 11:46Anzeige13. Okt. 2026 18:31Passend gekleidet für Dult & Münchner Herbst: Mit dem Strickpullover stilecht durch den OktoberDer Artikel zeigt, welche Strickpullover im Münchner Oktober passen – vom Büro bis zur Dult. Dazu kommen Schnitte, Materialien und Stylingtipps. 13. Okt. 2026 18:31Bild von Jerzy auf PixabayAnzeige8. Okt. 2026 21:18Schmeckt's in München? So lernen Kinder von klein auf den Spaß an gesundem EssenGerade auf der Wiesn sehen wir jedes Jahr aufs Neue, wie sehr gutes Essen und geselliges Trinken in München zur echten Lebensfreude gehören. Doch wie geben wir genau diese unbeschwerte …8. Okt. 2026 21:18
expand_less