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Die weite Welt dahoam: Fernweh-Reiseziele in Bayern

In der alljährlichen Urlaubszeit zieht es viele Menschen in die Ferne. Ungewöhnliche, exotische Reiseziele locken die Leute in die Ferne, um der vermeintlich langweiligen Heimat einmal entfliehen zu können. Schließlich möchte man andere Eindrücke sammeln und mal etwas abseits der langweiligen Alltags-Tristesse wandeln, den Angehörigen, Freunden und Bekannten anschließend von den Reiseerlebnissen erzählen. Was wäre aber, wenn Exotik und Abenteuer ganz in der Nähe und nicht tausende Kilometer weit weg lägen? Was, wenn es dort mindestens genauso viel zu sehen gäbe? Nun, genau das ist der Fall! Die Landschaften in unserer Region müssen sich mitnichten vor der internationalen Konkurrenz verstecken. Manch ein Ort lädt sogar dazu ein, die Nähe zum Zuhause vergessen zu lassen – ohne, dass ein stundenlanger Flug dafür nötig gewesen wäre!

 

Landschaften wie aus einer anderen Welt

 

Die Landschaften Bayerns sind unglaublich vielfältig und interessant. Wer das nicht glaubt, sollte einmal den Eibsee besuchen. Was das mit Landschaften wie aus einer anderen Welt zu tun hat? Nun, türkisfarbenes Wasser ist eine Seltenheit in Deutschland – der Eibsee aber hat dies zu bieten. Der Name stammt von den Eiben, die früher rund um den See standen, heutzutage aber eher selten sind.

 

Gegenwärtig ist der See, in dem sich einige Inseln befinden, im Privatbesitz der Familie, der das dazugehörige Eibsee-Hotel gehört. Der See ist einer der saubersten in den bayrischen Alpen und liegt auf knapp eintausend Metern Höhe. Seine Gewässer sind bis zu 35 Meter tief.

 

Praktisch ist, dass die Umrundung des Sees für Menschen aller Altersgruppen geeignet ist. Die Wanderung ist eher einfach und ohne große Steigerungen machbar. Zudem ist sie nur sieben Kilometer lang und damit locker zu schaffen, ohne allzu stark aus der Puste zu kommen. Natürlich lohnt es sich, an den Buchten eine Pause zum Baden zu machen.

 

Alternativ kann auch eine Bootstour gemacht oder sich beim Angeln entspannt werden. Die Fauna des Sees ist sehr vielfältig, also werden Hobby-Fischer ihre Freude haben. Schleien, Weißfischarten, Renken, Karpfen, Hechte und mehrere Forellenarten tummeln sich dort im Wasser.

 

Die Historie des Gewässers hat es übrigens auch in sich. Denn die kleinen Insel und Felsblöcke, die sich dort finden, lagen nicht immer dort. Sie entstanden bei einem Bergsturz. Vor etwa 3.400-3.700 Jahren ereignete sich ein Bergsturz, als eine Bergfläche mit der Größe von 13 Quadratkilometern in die Tiefe stürzte.

 

Der Eibsee am Fuße des Zugspitzmassivs, © Der Eibsee am Fuße des Zugspitzmassivs. Foto: fotolia © Jenny Sturm #92603519

 

Der Eibsee ist nicht der einzige bayrische See, der unglaublich exotisch aussieht. Der Schrecksee kann seinerseits durchaus mit ähnlichen Vorzügen glänzen und ist etwas Besonderes, denn hier gibt es keine Hotels – und der Anstieg ist deutlich schwieriger, zweieinhalb Stunden sollte man auf jeden Fall einplanen, um den Hochsee auf seinen etwas über 900 Höhenmetern zu erreichen. Die Mühen lohnen sich auf jeden Fall.

 

Auch, wenn es dort oben keine Möglichkeit zum Einkehren gibt, ist der vom Gebirge geschützte See eine echte Sehenswürdigkeit. Und damit ist es noch nicht getan. Seinen ungewöhnlichen Namen verdankt der See zwar aller Wahrscheinlichkeit nach den eher eisigen Temperaturen, die sein Wasser hat, aber Wagemutige sollten sich dennoch nicht davon abschrecken lassen und zumindest die Beine in das kristallklare, kühle Nass halten. Das lohnt sich auch, denn einige der möglichen Wanderrouten zu dem Naturwunder haben es ziemlich in sich.

 

Trotz dieser beiden heimatnahen Alternativen ist es aber nicht ganz zu leugnen, dass die Ferne außergewöhnliche Reize bieten kann. Und so ganz können wir unseren Verstand nicht überlisten und ihm vorgaukeln, dass wir in Wirklichkeit ganz weit weg von unseren Arbeitsplätzen und täglichen Sorgen sind. Aber gleichzeitig ist es doch so, dass ein Ausflug oder Urlaub in der Heimat uns Erholung wesentlich unkomplizierter bieten kann – einer der Gründe, warum so viele Deutsche im eigenen Land bleiben. Dabei hat dieser Trend mehrere Ursachen. Zum einen steigt die Terrorangst derzeit immer mehr an, zum anderen wird den Menschen die Wichtigkeit eines klimafreundlichen Reiseverhaltens immer klarer. Aber sicherlich spielt auch die Tatsache eine Rolle, dass die meisten Menschen bislang auf der ganzen Welt herumreisten, ohne ihr eigenes Land richtig zu kennen. Diese Tatsache wird ganz offensichtlich immer mehr Menschen bewusst, und das ist auch gut so! Denn warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah?

 

Außerdem gibt es zwischen Fern- und Heimaturlaub eigentlich keinen Widerspruch. Denn was spricht dagegen, alle paar Jahre einen Fernurlaub zu machen und dann wieder Trips in der Heimat zu organisieren? Statt beide Varianten als Konkurrenz zueinander zu betrachten, kann man leicht die besten Elemente beider Welten miteinander kombinieren.

 

Wenn ich den See seh‘ …

 

Wenn es in Bayern an einer Sache mangelt, dann ist es vermutlich der Zugang zum Meer. Europas Strände überzeugen hier mit türkisblauem Wasser und wunderschönen feinen Sandstränden. Die balearischen Inseln wie Mallorca, Ibiza oder Formentera zählen hier für viele zu den absoluten Sehnsuchtsorten. Dennoch muss sich auch die Nord- und Ostseeküste was die Meeresstrände betrifft, nicht verstecken. Auch die Küsten von Ameland oder Warnemünde zählen zu den Schönsten in Europa. Die einzigartigen Dünenlandschaften haben ebenfalls ihren ganz eigenen, unvergleichlichen Charme. Wie an zwei Beispielen schon gezeigt werden konnte, haben wir in Bayern trotzdem genügend attraktive Gewässer – nämlich Seen, um die uns die ganze Welt beneidet. Nur die Seeluft des Meeres haben wir nicht – aber welches Meer liegt schon in Alpennähe?

 

Einer der bemerkenswertesten Seen Bayerns ist der Königssee. Das liegt nicht nur an seiner schönen Optik, sondern vor allem daran, dass er wie ein Fjord wirkt – dabei ist Norwegen doch weit weg. Der See ist zudem riesig groß: Acht Kilometer lang, über einen Kilometer breit und ganze 192 Meter tief.

 

Zudem handelt es sich um einen der saubersten Seen Deutschlands, also ist er sehr gut zum Baden geeignet – vorausgesetzt, man gewöhnt sich auch hier an die Kälte des Wassers. Ansonsten lohnt es sich hier, mit den nachhaltigen Elektro-Booten auf dem See eine Tour zu unternehmen, vorausgesetzt, man möchte nicht selbst aktiv werden – Ruderboote zum Mieten gibt es nämlich auch.

 

© Der Königssee im Nationalpark Berchtesgaden. fotolia.de © CPN #163872925

 

Ein wahrer Klassiker als Ausflugsziel ist der Ammersee, der noch nicht einmal weit weg von München liegt. Für Segler ist er ein besonderes Paradies und wird deshalb im Sommer von bis zu fünftausend Schiffen befahren. Motorboote sind dort traditionell unbeliebt – die Bayern schützen ihre Naturschätze schon lange. Das liegt auch daran, dass zwei umgebende Naturschutzgebiete und dichtes Schilf darauf angewiesen sind.

 

Die 5.000 Boote finden übrigens nur deshalb auf dem See Platz, weil er so riesig ist. Denn mit einer Fläche von rund 47 Quadratkilometern ist er nach dem noch berühmteren Chiemsee und dem Starnberger See der drittgrößte See Bayerns. Die Lebensdauer des Ammersees ist aufgrund der Verlandung übrigens begrenzt – die Menschheit wird sich noch etwa 20.000 Jahre an ihm erfreuen können, also müssen wir uns keine Gedanken darüber machen, dass er in unserer Lebenszeit verschwinden wird. Sehr beliebt ist auch eine ausgedehnte Fahrradtour um den schönen See in der beschaulichen Natur der Region.

 

Wesentlich weniger bekannt, aber genauso bestaunenswert ist der Wörthsee. Genauso wie der Ammersee gehört er aufgrund der geographischen Nähe zum sogenannten Fünfseenland, zu dem neben dem Ammer- und dem Wörthsee noch der Weßlinger See, Pilsensee und der Starnberger See gehören. Der Wörthsee ist zwar genauso sehenswert, aber bei weitem nicht so überlaufen wie viele der anderen Seen und aus diesem Grund fast als Geheimtipp zu bezeichnen.

 

Zu den wärmeren, weil moorhaltigen Gewässern Bayerns gehört der Staffelsee, der mit knappen acht Quadratkilometern nicht besonders groß, aber sehr idyllisch ist. Das liegt unter anderem auch an seinen sieben Inseln, zu denen man im Winter auf dem eisigen See auf Schlittschuhen fahren kann. Ist es allerdings nicht so kalt, lohnt es sich, den See auf dem 22 Kilometer langen Rundwanderweg zu Fuß oder per Fahrrad zu umrunden.

 

Außerdem sind natürlich der Chiemsee und der Starnberger See unglaublich gute Ausflugsziele, die auch gut erreichbar sind. Da sie allerdings beim besten Willen keine Geheimtipps sind, gehen wir an dieser Stelle nicht näher auf sie ein.

 

Dem Himmel so nah

 

© Bergpanorama bei Garmisch Partenkirchen. fotolia.de © PictureArt #171416269

 

Viele Menschen glauben, man müsse das richtige Bergerlebnis in Kanada suchen oder Neuseeland besuchen, weil die Gipfel in den Tolkien-Verfilmungen so magisch aussehen. Zugegeben, diese Möglichkeiten haben unbestritten ihre Reize. Doch selbstverständlich gibt es auch in Bayern eindrucksvolle Berge, und diese sind oft ähnlich spektakulär wie jene, die der Erdball sonst noch so zu bieten hat. Die schönsten Gipfel Bayerns stellen wir hier vor.

 

Zuallererst muss an dieser Stelle natürlich der eindrucksvollste, größte und majestätischste Berg der Bundesrepublik genannt werden – die Zugspitze. Mit einer Höhe von 2.962 Metern ist sie der höchste Berg des Zugspitzmassivs. Dieses ist deutsch-österreichisches Grenzgebiet. Aufgrund der Tatsache, dass die Region touristisch bereits bestens erschlossen ist, muss man mittlerweile auch nicht mehr den ganzen Weg nach oben selbst erklimmen. Schließlich gibt es ein modernes Seilbahnsystem, das diese Aufgabe übernimmt.

 

Allerdings muss man durchaus die Temperaturunterschiede zwischen Tal und Zugspitze berücksichtigen. In der Tat ist es nämlich so, dass etwa zehn Grad Celsius Unterschied vorhanden sind – also am besten nach dem Zwiebelprinzip kleiden. Auf dem Gipfel muss man dank der gut ausgebauten Gastronomie allerdings nicht mehr unbedingt frieren. Von dort aus kann das beeindruckende Panorama bei Kaffee und Kuchen genossen werden.

 

Selbstverständlich ist es aber auch möglich, den Aufstieg zu Fuß zu absolvieren. Allerdings ist dies sehr anspruchsvoll, sodass sich vor allem bei Ungeübten immer wieder Unfälle beim Auf- oder Abstieg ereignen. Daher sollte man sich über einige Dinge im Klaren sein, die man praktisch bei jeder anderen Bergbesteigung auch berücksichtigen sollte:

 

  • Am wichtigsten ist die realistische Selbsteinschätzung, sodass man keine Tour auswählt, die man nicht zu schaffen glaubt.
  • Die Wetterverhältnisse müssen gut für den Aufstieg geeignet sein.

 

Und natürlich sind auch viele Dinge der eigenen Planung überlassen:

 

  • Hat man alle nötigen Utensilien in Form einer Notfallausrüstung dabei?
  • Ist die Tour so geplant, dass man vor Einbruch der Dunkelheit zurück ist?

 

Hat man all diese Fragen beantwortet und macht den Trip mit Leuten, die körperlich dazu in der Verfassung sind und auch keine Höhenangst haben, steht dem Anstieg allerdings nichts mehr im Weg!

 

Nur, weil die Zugspitze der höchste Gipfel Deutschlands ist, heißt dies nicht, dass es in den bayrischen Alpen keine Alternativen gäbe. Der Herzogstand zum Beispiel ist mit 1.731 Metern Höhe nicht ganz so herausragend wie die Zugspitze, aber allemal einen Besuch wert. Er zählt zu den bekanntesten Bergen in München und wird entsprechend oft mit oder ohne Unterstützung der Seilbahn bestiegen.

 

Die Anfahrt zum Herzogstand ist relativ mühelos, denn sowohl mit der Bahn als auch mit dem Auto ist eine Anreise ziemlich einfach. Weiterhin ist es ein großer Vorteil, dass man sowohl leichte als auch schwere Routen nach oben wählen kann. Während der leichtere Zugang etwa vier Stunden dauert und dabei 950 Höhenmeter zu überwinden sind, ist die Gratwanderung vom benachbarten Berg Heimgarten aus komplizierter. Hier liegen 1.200 Höhenmeter an, die etwa fünfeinhalb Stunden in Anspruch nehmen und von erfahrenen Sportlerinnen und Sportlern in Angriff genommen werden sollten.

 

Bestiegen haben sollte man auch einmal die Kampenwand, die 1.669 Meter hoch ist. Das Gipfelkreuz ist das größte der bayrischen Alpen und sicherlich das große Markenzeichen des Berges. Besonders die Südseite des Berges ist sehr beliebt zum Aufstieg, weil sie sowohl Einsteigern als auch Profis Herausforderungen bietet und somit für alle Arten von Bergfreunden attraktiv ist. Im Zweifelsfall kann man natürlich auch die Seilbahn nutzen – aber den Versuch des eigenen Aufstiegs sollte man wagen!

 

Spannend dürfte ebenfalls ein Aufstieg auf den sogenannten Hochvogel sein. Mit fast 2.600 Metern hoch weist er auch eine beeindruckende Höhe auf. Auch hier gibt es eine ganze Bandbreite von unterschiedlichen Aufstiegsoptionen, allerdings sollte man für die meisten davon schon eine gewisse Schwindelfreiheit und Trittfestigkeit mitbringen. Nicht zu Unrecht gilt er als schönster Berg in den Allgäuer Alpen. Besonders beliebt ist der Hochvogel wegen seines grandiosen Ausblicks. Man kann zahlreiche Gipfel nicht nur der Allgäuer Alpen, sondern auch die der benachbarten Lechtaler Alpen sehen.

 

Berauschende Erlebnisse

 

© Der Partnachklamm bei Garmisch-Partenkirchen. fotolia.de © Michael Cohn #137941220

 

Nicht alle Gewässer in Bayern sind wegen ihrer Weite oder ihrer Strände so beeindruckend und beliebt. Im Gegenteil findet sich das spektakulärste Nass ja vielleicht gerade dort, wo es beklemmend eng ist. Trübt das womöglich die einzigartigen Naturerlebnisse? Ganz und gar nicht. Denn gerade die Nähe zu den rauschenden Wassermassen, die sich ihren Weg durch die Felsen bahnen, macht diese Erfahrungen so unverwechselbar und faszinierend.

 

Zu diesen sehenswerten Naturereignissen zählt die Partnachklamm. Es handelt sich, wie schon der Name sagt, um eine Klamm, die insgesamt ganze 700 Meter lang ist und in Teilen über 80 Meter tief eingeschnitten ist. Am Grunde tost die Partnach zwischen den Felsen. Seitdem sie zum Naturdenkmal erklärt wurde, ist sie der Öffentlichkeit endlich vollumfänglich zugänglich – und ein wahrer Augenöffner.

 

Jährlich mehr als 200.000 Besucher überzeugen sich von den Besonderheiten dieser Erscheinung. Im Winter kann eine Erkundungstour hier, anders als bei den Seen, fast noch lohnenswerter sein als im Sommer, denn schnell bilden sich hier imposante Eiswände, die man so selten in der Natur zu sehen bekommt.

 

Die Höllentalklamm klingt zwar unheimlich, bietet aber ganz genau wie die vorgestellte Partnachklamm ein besonderes Schauspiel. Sie überragt diese mit einer Länge von 1.000 Metern sogar noch um 300 Meter und ist zugleich mit 150 Metern noch tiefer. Viele Wasserfälle gehören hier ebenso zum Repertoire wie verschlungene Wege, Brücken und Tunnel. Hobbyfotografen sind also absolut gefragt!

 

Allerdings ist die Klamm im Gegensatz zur Partnachklamm nur zu Fuß zu erreichen. Idealerweise lässt sich ein Ausflug dorthin in eine umfangreichere Wanderung einbauen. Als Abkühlung ist es dabei perfekt, denn aufgrund des ständigen Wasserflusses herrscht dort eine angenehme, feuchte und nicht zu warme Temperatur – besonders im Hochsommer eine angenehme Abwechslung. Die Bizarrerie, die Fels und Wasser mit der Landschaft geschaffen haben, lässt sich kaum beschreiben, anhand von Fotos kann sich jedoch jeder vorher einen ersten Eindruck verschaffen.

 

Eine weitere Klamm, die man sich ansehen sollte, ist die Almbachklamm. Die Schlucht ist drei Kilometer lang, und günstig ist sicher, dass keine Kosten und Mühen gescheut wurden, um sie möglichst gut zugänglich zu machen.

 

Wer eine Landschaft sucht, die es mit den Szenen aus „Herrn der Ringe“ locker aufnehmen kann, sollte den Röthbachfall besuchen. Der höchste Wasserfall Deutschlands ist übrigens ganz nah am Königssee gelegen, den wir bereits früher vorgestellt haben. Wer eine Wanderung zu dem touristisch glücklicherweise nicht allzu ausgebeuteten Wasserfall machen will, sollte trittsicher sein und über entsprechend festes Schuhwerk verfügen.

 

Mit dieser Ausrüstung und der Voraussetzung, dass man anderthalb Stunden Zeit mitbringt, dürfte das Erreichen des Naturspektakels kein Problem sein. Es gibt einige Ausblicke, die absolut atemberaubend sind, auch wenn man beispielsweise den Wanderweg von der Bootshaltestelle Salet am Königssee nutzt. Da die Almbachklamm zwischen Maria Gern und Ettenberg liegt, kann man sie natürlich je nach Vorliebe als Station bei einer Wanderung einbauen, was sich ausgezeichnet empfiehlt, da beide Orte sehr gut zum Einkehren geeignet sind.

 

Beide Routen sind mittelschwer, dauern drei bis vier Stunden und je etwas über sieben Kilometer lang. In Ettenberg gibt es dann noch eine Wallfahrtskirche mit barocken Fresken zu sehen, außerdem sollte man sich die einzigartige Kugelmühle in Marktschellenberg einmal ansehen. Denn die Herstellung von kleinen Kügelchen aus Marmor ist durchaus etwas Seltenes!