Einfahrende S-Bahn auf der Münchner Stammstrecke

Dobrindt über zweiten S-Bahn-Tunnel: „Kenne zur Zeit kein Limit“

München – Trotz inzwischen jahrelanger Verzögerungen und deutlicher Kostensteigerungen haben sich Bund und Freistaat gemeinsam und eindeutig zum geplanten zweiten S-Bahn-Tunnel in München bekannt.

 

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) sicherte nach Beratungen mit dem bayerischen Kabinett am Dienstag zu, dass sich der Bund an den Mehrkosten für das Milliardenprojekt angemessen beteiligen werde. «Ich kenne zur Zeit kein Limit», betonte er. „Ohne Wenn und Aber“ stehe Dobrindt hinter dem Projekt, gab er bereits am vergangenen Dienstag beim Parlamentarischen Abend in Berlin preis. (siehe Video)

 

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Eine neue, endgültige Kostenschätzung soll aber erst im April vorliegen. Mit ersten vorbereitenden Baumaßnahmen könne dann noch 2016 begonnen werden, sagte Bayerns Verkehrsminister Joachim Herrmann (CSU). Eine Inbetriebnahme stellte er nun für Ende 2025 in Aussicht.

 

Die neue Trasse soll den öffentlichen Nahverkehr in der Landeshauptstadt entlasten. Die Kosten liegen nach früheren Berechnungen bei gut zwei Milliarden Euro. Die Bahn geht inzwischen aber von Kosten von knapp drei Milliarden Euro aus.

 

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Archivideo aus dem Juli 2015:

 

Staatsregierung und Bahn sprechen inzwischen schon von 3,1 Milliarden Euro. Dass die 2. Stammstrecke frühestens in neun Jahren in Betrieb gehen könnte, dürfte für alle S-Bahn-Fahrgäste ein Schlag ins Gesicht sein.

 

München aus der Luft: Die Stammstrecke

 

(dpa/lby)