Ein Polizeiauto im Anschnitt, © Symbolbild

Doppelmord am Ammersee: Tatverdächtiger lebte mit getöteter Frau zusammen

Nach derzeitigen Ermittlungen lebte der mutmaßliche Täter des Doppelmords in Eching am Ammersee offenbar mit der getöten Frau und deren Sohn in Frankreich zusammen. Der 49-Jährige soll heute dem Ermittlungsrichter vorgeführt werden.

 

 

Wie berichtet, führte eine Polizeistreife der Polizeiinspektion Dießen in einer Wohnung eines Mehrfamilienhauses in Eching am Ammersee eine Nachschau durch und fand dort die Leichen einer 36-jährigen Mutter und ihres 7-jähriges Sohnes. Noch beim Versuch, die Tür zu öffnen, kam ein 49-jähriger Mann blutverschmiert und offensichtlich verletzt aus der Wohnung. Der Franzose wurde unter dringendem Tatverdacht vorläufig festgenommen, gleichzeitig aber seine Einlieferung in eine Klinik veranlasst.

 

 

Aufgrund mehrerer vermutlich selbst zugefügter Verletzungen, wurde er noch im Laufe der Nacht operiert. Nach erfolgreicher medizinischer Behandlung wurde er heute Morgen vom behandelnden Arzt als haftfähig begutachtet. Die mit den Ermittlungen beauftragte Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck wird den Beschuldigten heute zur Sache vernehmen.

 

 

Auf richterliche Anordnung werden die beiden Opfer im Laufe des Tages obduziert. Über das Ergebnis wird nachberichtet. Obwohl die Spurensicherung am Tatort sehr viel Blut sicherte, wiesen die Leichen keine offensichtlichen Verletzungen auf. Die Kripo geht davon aus, dass das Blut vom mutmaßlichen Täter stammt, der sich mit einem Messer selbst Schnitte und Stiche beibrachte. Die Vorführung des 49-Jährigen vor dem Ermittlungsrichter ist für heute Nachmittag geplant.

 

 

Soweit bislang ermittelt werden konnte, lebten der Tatverdächtige und die getötete Frau vor mehreren Jahren gemeinsam in Südfrankreich. Die Mutter mit dem gemeinsamen Sohn kehrte vor einiger Zeit nach Eching zurück. Der Tatverdächtige hielt sich zur Tatzeit zu Besuch hier auf.

 

 

sg / Polizeipräsidium Oberbayern Nord