Hauptbahnhof München, © Symbolfoto

Drogen, Prostitution, Arbeiterstrich: Was ist wirklich los am Münchner Hauptbahnhof

Nachdem der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft Bahnhöfe als „negative Hotspots“ bezeichnete, hat sich der CSU-Landtagsabgeordnete Andreas Lorenz mit Gewerbetreibenden getroffen und die allgemeine Lage am Münchner Hauptbahnhof in Frage gestellt.

 

 

Für viele ist es der Ort, der den ersten Eindruck für viele Menschen prägt, der Hauptbahnhof. Hier kommen Züge aus dem internationalen und nationalen Raum an und bringen täglich große Menschenmassen in die Stadt. Ein Eindruck, der in München offenbar zunehmend schlechter wird.

 

Andreas Lorenz ist CSU-Abgeordneter im Bayerischen Landtag. Er hat sich vor Ort, am Münchner Hauptbahnhof, selbst ein Bild gemacht:

 

„Es muss ganz selbstkritisch festgestellt werden, dass es auch hier eine offene Drogenszene, Prostitution innerhalb des Sperrbezirkes, bandenmäßiges Betteln gibt und zudem die Anlieger der Goethe- und Landwehrstraße sich über die zunehmende Belästigung durch die „Arbeitsanbahnungszone“ (umgangssprachlich „Arbeiterstrich“ bezeichnet) beschweren. Viele Bürger, insbesondere Frauen, in unserer Landeshauptstadt München haben inzwischen (Sicherheits-) Bedenken und meiden die angrenzenden Straßen.“

 

Lorenz stellt bezüglich seiner Eindrücke Forderungen an die Polizei. Unter anderem geht es dabei um eine erhöhte Polizeipräsenz oder ein flächendeckenderes Überwachungssystem. In einer Stellungnahme gegenüber münchen.tv gibt die Polizei zu Protokoll, dass in den vergangenen zwei Jahren, in den angrenzenden Straßenzügen sowie dem südlichen Teil des Bahnhofsviertels, ein Anstieg von Ordnungs- und Sicherheitsstörungen in verschiedenen Bereichen feststellbar sei. „Hauptsächlich betroffen hiervon sind die Bereiche alkoholbedingter Störungen, Betäubungsmittelkriminalität und illegale Prostitution, aber auch Bettelei und Ansammlungen arbeitssuchender Migranten.“, so ein Sprecher.

 

Die Polizei gibt weiter an, in dem entsprechenden Gebiet mittlerweile mit erhöhter Präsenz vertreten zu sein. Auch sind schon zwei Kameras zur Überwachung eingerichtet worden, für zwei weitere sei man derzeit in der Planungsphase.

 

Einen statistischen Anstieg der Delikte rund um den Hauptbahnhof erklärt sich die Münchner Polizei durch die erhöhte Präsenz vor Ort: „Durch mehr Polizeipräsenz und Kontrollen werden natürlich auch zusätzliche Delikte bekannt.“

 

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lus