Trachtenverbot im Cafe Kosmos zur Wiesn

„Du kommst hier nicht rein“: Café Kosmos duldet keine Tracht während der Wiesn

Auch in diesem Jahr sind im Café Kosmos Trachten absolut unerwünscht. Manche Wiesn-Besucher werden garantiert den an Türen unbeliebten Satz hören: "Du kommst hier nicht rein."

Viele Menschen freuen sich auf das Oktoberfest. Viele, aber nicht alle. Gerade die Anwohner des Festgeländes müssen teilweise ekelerregende Dinge über sich ergehen lassen. Denn manche Besucher des größten Volksfests der Welt vertragen das stärkere Wiesnbier nicht und entleeren unkontrolliert ihren Mageninhalt. Da dieses Malheur mitunter auf Gehwegen, in Gebüschen oder neben Hauswänden geschieht, gibt es für unmittelbar betroffene Nachbarn der Theresienwiese eine kostenlose Reinigungshotline, die sie im Notfall anrufen können.

 

Die Zelte schließen tagtäglich vor Mitternacht ihre Türen. Doch nicht jeder möchte dann schon den Heimweg antreten und ins Bett gehen. Für viele heißt es dann: Auf zur After-Wiesn! Diverse Adressen in ganz München freuen sich auf die Nachtschwärmer und lassen die feierwütigen Trachtler und Nicht-Trachtler in ihre Lokalitäten.

 

Doch auch hier gibt es Ausnahmen. Florian Schönhofer betreibt das Café Kosmos in der Nähe des Münchner Hauptbahnhofs. Durch seine Nähe zur Theresienwiese lockt sein Etablissement viele Wiesngäste an. Allerdings gibt es einen Dresscode zu beachten. Man muss nicht etwa in schicken Schuhen oder gar Abendgarderobe erscheinen. Hauptsache, man trägt keine Tracht. Ansonsten wird man nämlich am Eingang abgewiesen.

 

Der Gastronom ist kein großer Freund des Oktoberfests. Einige Leute reagieren mit Unverständnis, wenn er sie höflich aber bestimmt darauf hinweist, dass ihnen in Dirndl oder Lederhose der Zutritt zu seinem Laden verwehrt bleibt. Die Aufregung lässt zwar mittlerweile nach, aber dennoch wurde Florian Schönhofer auch schon bespuckt und sogar geschlagen. Teilweise erhält er aber auch Verständnis von den Burschen und Madeln. Manche haben sich gar schon ihrer Tracht entledigt und den Absacker in Unterwäsche genossen.