Sozialministerin Emilia Müller mit Kindern der SOS-Kinderdörfer, © Sozialministerin Emilia Müller besuchte die Kinder im Deutschen Museum Foto: Archiv

Durch Flüchtlingswelle: immer mehr junge Flüchtlinge in SOS-Kinderdörfern

Das SOS-Kinderdorf feiert Geburtstag: Vor 60 Jahren hat die Organisation ihre erste Einrichtung in München eröffnet. Das Jubiläumsjahr feiert das SOS-Kinderdorf mit Veranstaltungen in ganz Deutschland. Unter anderem mit einer Kinderdorfwoche in Bayern und mit Sozialministerin Müller.

 

Die SOS-Kinderdörfer wollen sich stärker um Flüchtlingskinder kümmern. 2014 kamen sechsmal so viele unbegleitete minderjährige Flüchtlinge nach Bayern wie im Vorjahr. «Das ist für uns eine besondere Verpflichtung», sagte SOS-Kinderdorf- Geschäftsführer Kay Vorwerk zum 60. Jubiläum des Vereins am Freitag in München. In Landsberg richtet der Verein gerade betreute Wohngruppen für 40 Flüchtlingskinder ein. Weitere Unterbringungsmöglichkeiten gebe es in Augsburg, Bremen und im Saarland. Gerade bei jungen Flüchtlingen gehe es darum, jedem Kind eine faire Chance zu geben.

 

 

Sozialministerin Emilia Müller (CSU) rechnet damit, dass sich die Zahl der jungen Flüchtlinge, die in diesem Jahr nach Bayern kommen, noch einmal auf 7000 verdoppeln könnte. «Diese Kinder und Jugendlichen haben ein schweres Schicksal, wir müssen uns um sie kümmern», sagte Müller. Wichtig sei aber auch, die Ursachen der Flucht in den Herkunftsländern zu bekämpfen.

 

 

Der deutsche SOS-Kinderdorf-Verein besteht seit 60 Jahren. Die unabhängige Organisation ist in über 130 Ländern aktiv und kümmert sich vor allem um Waisenkinder. In Deutschland gibt es 15 SOS-Kinderdörfer, die auch Familien und Jugendliche in der Ausbildung unterstützen.

 

dpa/make