Ecclestone stellt sich dem Gericht

«Nach meiner Kenntnis wird sich Herr Ecclestone dem Verfahren stellen», sagte Gerichtssprecherin Margarete Nötzel am Donnerstag der Nachrichtenagentur dpa in München. Der Prozess gegen den 83-Jährigen beginnt am 24. April.

 

Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, dem früheren Vorstand der bayerischen Landesbank, Gerhard Gribkowsky, 44 Millionen Dollar Bestechungsgeld gezahlt zu haben. Damit habe Ecclestone sicherstellen wollen, dass der Banker den Verkauf der Rennserie in seinem Sinne regelt. Gribkowsky war im Sommer 2012 bereits zu achteinhalb Jahren Haft wegen Bestechlichkeit und Steuerhinterziehung verurteilt worden. Er gilt als wichtigster Zeuge im Prozess gegen Ecclestone, der die Vorwürfe stets bestritten hatte.

 

Der Ende April beginnende Schmiergeldprozess stößt bereits vor Beginn auf ein großes Medieninteresse. Am Montag informierte das Landgericht München über die Platzvergabe an Journalisten. Wie bereits beim Prozess gegen den früheren FC-Bayern-Präsidenten Uli Hoeneß waren zum Start der Akkreditierungsfrist in der vorvergangenen Wochen binnen Sekunden Hunderte Anmeldungen eingegangen, hieß es.

Angesichts der Größe des Saals hat das Gericht in den ersten vier Tagen des Verfahrens 100 Plätze für Journalisten vorgesehen. Danach wechselt der Prozess in einen kleineren Raum, in dem noch 20 Plätze für Medienvertreter reserviert sind. Das Verfahren soll am 24. April beginnen und sich zunächst über 26 Sitzungstage erstrecken.

 

 

jn / dpa