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Echtgeld oder Zahlungsdienstleister – welche Zahlungsarten sind besonders sicher?

Zur Bezahlung von Waren oder Dienstleistungen stehen in der Regel unterschiedliche Zahlungsalternativen zur Verfügung. Während der Einkauf in einem Ladengeschäft überwiegend mit Bargeld beglichen wird, sind im E-Commerce-Bereich Zahlungsarten wie Kreditkarten oder diverse Online-Bezahlsysteme üblich.

 

Neue Bezahlsysteme sollen den Zahlungsverkehr vereinfachen

Ein Großteil aller Bestellungen wird inzwischen über das Internet abgewickelt. Im Gegensatz zum Einkaufen in Geschäften ist die Barzahlung beim Online-Shopping jedoch ausgeschlossen. Da inzwischen zahlreiche neue Bezahlsysteme entwickelt wurden, sind viele Kunden verunsichert, welche Zahlungsmethoden geeignet und vor allem sicher sind. Online-Bezahlsysteme sollen den Kauf im Netz vereinfachen. Medienberichten zufolge gibt es aktuell circa 40 verschiedene Zahlungsarten, die bei genauerer Betrachtung allerdings sowohl Vorteile, aber auch Nachteile für Händler und Verbraucher mit sich bringen. Aus Händlersicht sind für die Auswahl von Zahlungsoptionen hauptsächlich Sicherheitsbedenken entscheidend. Überschaubare Beträge sollten möglichst bar bezahlt werden. In München und in anderen deutschen Großstädten wird in vielen Supermärkten bis zu einem bestimmten Betrag ausschließlich Bargeld angenommen. Imbissbuden sowie kleinere Geschäfte im Münchner Stadtgebiet besitzen häufig keinerlei technische Möglichkeiten für bargeldlose Zahlungen. Bei Barzahlungen müssen Händler deshalb sorgfältig darauf achten, dass nicht mit Falschgeld bezahlt wird. Da diese Täter nur in den wenigsten Fällen gefasst werden, sind finanzielle Verluste für die Verkäufer meist nicht ersetzbar. Im E-Commerce-Bereich, in dem keine Barzahlungen möglich sind, müssen andere Herausforderungen beachtet werden. Beim Online-Shopping sowie beim Reservieren von Dienstleistungen oder beim Spielen in Online-Casinos findet die Bezahlung mit Kreditkarten oder Zahlungssystemen wie PayPal oder Neteller statt. Von virtuellen Casinos werden häufig unterschiedliche Ein- und Auszahlungsmöglichkeiten angeboten. Im Gegensatz zu niedergelassenen Spielbanken werden beim Spielen in Echtgeld-Casinos keine Chips, sondern Echtgeld eingesetzt. Es wird empfohlen, sich vor der Registrierung in einem Echtgeld-Casino über die unterschiedlichen Zahlungsmodalitäten zu informieren. Risiken wie mangelnder Datenschutz oder unsichere Zahlungsformen können durch sorgfältige Recherchen vermieden werden. Neben Medienberichten und Kundenbewertungen finden sich im Internet weitere Recherchequellen, darunter unabhängige Vergleichsportale, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, Informationen über Online-Casinos, deren Spieleangebote und Zahlungsmöglichkeiten zusammenzutragen. Von vielen Online-Spielbanken werden neben klassischen Zahlungsmethoden auch Bezahlsysteme wie PayPal oder Kryptowährungen akzeptiert. Bei den meisten Zahlungsarten gibt es sowohl Mindest- und Höchstbeträge. Über Online-Zahlungsdienste eingezahlte Beträge stehen sofort auf dem Spielerkonto zur Verfügung. Für die Teilnahme an einem Wallet-System wie PayPal ist eine Registrierung, bei der persönliche Daten sowie Zahlungsdaten für Kreditkarte oder Lastschrift hinterlegt werden müssen, erforderlich. Dafür kann anschließend mithilfe der PayPal-Login-Daten bezahlt werden, ohne dass die Angabe von Bankdaten oder PIN notwendig ist.

 

Moderne Online-Zahlungsverfahren können sowohl Vor- und Nachteile haben

Beim Online-Zahlungsverfahren Giropay sollen Eingabefehler und Verzögerungen mithilfe einer modernen Software gemindert werden. Das Vorkasse-Verfahren Giropay kann von Kunden, die am Online-Banking ihrer Bank teilnehmen, genutzt werden. Nach erfolgter Bestellung wird der Kunde von der Website des E-Commerce Händlers auf die Online-Banking-Seite seiner Hausbank weitergeleitet. Nach dem Einloggen in das eigene Konto muss der entsprechende Online-Überweisungsauftrag ausgefüllt und durch die TAN-Nummer autorisiert werden, um den Zahlungsvorgang zu aktivieren. Die Auftragsbestätigung wird anschließend von der Bank des Kunden an den Händler übermittelt. Da die Zahlung durch die Bank garantiert wird, kann der Warenversand sofort erfolgen, sodass es nicht zu Wartezeiten kommt. Für den Händler betragen die Kosten für die Teilnahme am Giropay-Verfahren circa 2 bis 3 Prozent des Umsatzes. Diese Auslagen erscheinen durch die höhere Sicherheit bei der Zahlungsabwicklung sowie durch das Umsatzplus durchaus gerechtfertigt. Der Kauf auf Rechnung wird im E-Commerce nur noch selten angeboten, da diese Zahlungsform für die Händler mit einem hohen Sicherheitsrisiko verbunden ist. Beim Rechnungskauf muss der Verkäufer unter Umständen damit rechnen, dass die Ware zwar geliefert, der Rechnungsbetrag jedoch möglicherweise nicht bezahlt wird. Der Kauf auf Rechnung wird deshalb nicht mehr zu den modernen Zahlungsarten gerechnet, da diese Zahlungsart oft nur in bestimmten Fällen angeboten wird, beispielsweise wenn es sich um Stammkunden handelt. Die Zahlung per Lastschrift stellt hingegen für Online-Händler eine sichere Alternative dar, da die fälligen Beträge mit dem Einverständnis des Kunden von dessen Konto abgebucht werden können. Für die Kunden ergibt sich bei dieser Zahlungsform der Vorteil, dass Zahlungen bei Mängeln oder Reklamationen der bestellten Ware innerhalb von acht Wochen wieder rückgängig gemacht können. Die Kreditkartenzahlung ist in Deutschland ebenfalls üblich. Diese Form der Rechnungsbegleichung soll in Zukunft auch im Einzelhandel das Bargeld als Zahlungsmittel verdrängen.