Eichhörnchen Tina aus dem Schuhkarton

Schlägereien, Streit und Vandalismus – damit sehen sich die Beamten des Bundespolizeireviers am Münchner Ostbahnhof besonders an den Wochenenden konfrontiert und wissen, was dann zu tun ist. Als eine Passantin den Bundespolizisten am Dienstagabend (10. Juni) einen mysteriösen Schuhkarton in die Hand drückte, herrschte zunächst Ratlosigkeit auf dem Bundespolizeirevier. Aber auch für diesen – tierischen –  Notfall fanden die Bundespolizisten eine Lösung.

 

Gegen 21:00 Uhr sprach eine Frau die Präsenzstreife der Bundespolizei am Ostbahnhof München an. Die Frau hatte im Stadtgebiet ein Eichhörnchen-Junges gefunden und wollte das kleine Tier nun abgeben. Sogleich überreichte die Frau einen Schuhkarton an die Streife, darin das schlafende Eichkatzerl-Baby, eingebettet zwischen Wattepads. „Tina“ sollen die Beamten das Kleine nennen, meinte die Frau.

 

 

Etwas ratlos nahm die Streife „Tina“ mit auf die Wache. Die Beamten mussten sich zunächst informieren, was man mit dem, vermutlich verwaisten, Jungtier machen kann. Die Tierrettung gab den Bundespolizisten den Tipp, sich an einen gemeinnützigen Münchner Verein zu wenden, der u. a. im Stadtteil Trudering eine Eichhörnchen-Aufzucht betreibt. Die Beamten nahmen „Tina“ kurzerhand mit auf Streife, und übergaben das Junge an eine Tierbetreuerin des Vereins.

 


Am folgenden Tag (11. Juni) meldete sich die Frau von der Aufzuchtstation bei der Bundespolizei: Tina gehe es gut; das graue, unter Naturschutz stehende, europäische Eichhörnchen habe nun zwei Stiefgeschwisterchen und solle ausgewildert werden, sobald es allein zurechtkomme.

 

 

 

jn / Polizei