Laptop mit Trading-Software und aufsteigendem Graphen, © Registrieren, einloggen, handeln – Online-Broker machen es möglich, innerhalb von Sekunden zum Trader zu werden. Bildquelle: TZIDO SUN – 534102964 / Shutterstock.com

Ein Broker aus München – in Sekunden zum Millionär

Trading nennt sich die neue Methode, mit der im Internet innerhalb von Sekunden Millionen erwirtschaftet werden. Ein Trader aus München klärt auf.

 

Den Wertpapierhandel gibt es bereits seit Jahrzehnten. Meistens blieb der Handel an der Börse auf Menschen beschränkt, die bereits Erfahrung mit Finanzgeschäften hatten. Sie kamen direkt aus der Wirtschaft, saßen im Vorstand großer Finanzinstitute oder hatten ganz einfach zu viel Geld, das zu noch mehr Geld werden sollte. Heute ist das anders. Online-Trading boomt und mittlerweile ist es für jeden Laien möglich, zum Trader zu werden. Doch wie gefährlich ist dieses Spiel?

 

Laptop mit Trading-Software und aufsteigendem Graphen, © Registrieren, einloggen, handeln – Online-Broker machen es möglich, innerhalb von Sekunden zum Trader zu werden. Bildquelle: TZIDO SUN – 534102964 / Shutterstock.com

 

Es gibt bereits einige Erfolgsgeschichten, die fast auf jeder Seite zu lesen sind, auf denen der Handel mit meist spekulativen Finanzprodukten angeboten wird. Binnen Sekunden vom einfachen Mann zum Multimillionär – so lautet das Versprechen. Nicht für alle erfüllt sich der Traum, mit dem Spiel an der Börse reich zu werden. Mitunter müssen auch hohe Verluste verkraftet werden, wie das Beispiel VW zeigte.

 

Möglich ist der Weg vom Tellerwäscher zum Millionär aber schon. Doch wie immer gilt, dass neben einer Portion Glück auch das notwendige Know-how vorhanden sein muss. Doch genau daran scheitert es oft. Trotzdem boomt Online-Trading derzeit wie nie zuvor.

 

Video: Der Alltag eines Daytraders – der schwierige Weg des Börsenhändlers.

 

Über 50 Prozent aller 30-49-Jährigen in Deutschland sind bereits in Berührung gekommen mit Wertpapierhändlern. Denn dank des Internets ist es mittlerweile so leicht wie nie zuvor, mit Aktien, Anleihen, Devisen und Co. zu handeln.

 

Infografik über Alltag eines Traders, © Das ist das Leben eines Traders. Bildquelle: muenchen.tv

 

Die Wallstreet ist nur einen Klick entfernt, weiß auch Michael Kott, den Petra Domberger, Sprecherin an der Börse München, als „typischen Börsenmenschen“ bezeichnet. Früher selbst ein Trader gewesen, heute CEO des Finanzdienstleistungsinstituts „CM-Equity“ mit Sitz in München, hat Michael Kott es geschafft, Karriere im Kapitalmarkt zu machen.

 

Doch was machen Trader wie Michael Kott genau, der nach der Banklehre zum erfolgreichen Börsenhändler wurde?

 

Der Einstieg in den Börsenhandel

 

Wer mit Trading Geld verdienen möchte – und das von zu Hause aus – der benötigt zuallererst einmal ein Handelskonto. Da es mittlerweile aber unzählige Online-Broker gibt, ist der Weg zur Eröffnung eines eigenen Depots in Sekunden erledigt. „Sie stellen dem Kunden ein Handelssystem zur Verfügung, mit dem er seine Order weiterleiten kann“, sagt Kott.

 

Trotzdem lauern hier bereits die ersten Gefahren. Denn es gibt zwar eine Vielzahl an Anbietern, nicht jeder eignet sich indes gleichermaßen für den Einstieg ins Trading-Geschäft. Ähnlich wie Verbraucher ihre Energieanbieter jedes Jahr erneut über Internetportale miteinander vergleichen, sollte dies auch vor der Wahl des Online-Brokers geschehen. Glücklicherweise ist der Broker-Vergleich wie unter www.forexbroker.de dank des Internets meist nur wenige Klicks entfernt.

 

  • Eine Order wird in der Regel umgehend und ohne Zeitverzögerung ausgeführt.
  • Meistens stehen kostenlose Weiterbildungsmöglichkeiten zur Verfügung, beispielsweise Online-Seminare.
  • Es können kostenlose Demokonten eröffnet werden.
  • Die Transaktionskosten sind im Vergleich zur Bank meist niedriger.
  • Online-Broker haben oft attraktive Bonusangebote im Programm.

Tabelle 1: Dies sind die größten Vorteile von Online-Brokern.

 

Hat man dann seinen Broker gefunden, kann es auch schon losgehen. Grundsätzlich ist es ratsam, vor dem Handel mit echtem Geldeinsatz ein Demokonto zu eröffnen. Dies wird mittlerweile bei fast jedem Online-Broker kostenlos angeboten. Auf diese Weise kann man sich mit der nicht immer einfach zu durchschauenden Trading-Software vertraut machen – und ohne Geldeinsatz zocken. Denn im Demokonto wird ausschließlich mit virtueller Währung, also Spielgeld, gehandelt.

 

  1. Um an der Börse mitmachen zu können, bedarf es eines Depots. Dieses erhält man entweder bei der Bank oder beim Discount-Broker. Aber Achtung: Leistungen, Gebühren und Konditionen unterscheiden sich stark.
  2. Depots bei Discount-Brokern sind oft günstiger als bei der klassischen Bank – dafür fehlen meist die Beratung oder ähnliche Service-Leistungen.
  3. Um das Depot beim Online-Broker nutzen zu können, ist eine Verifizierung notwendig. Mit dem Postident-Verfahren der Deutschen Post ist dies aber meist schnell und sicher erledigt.
  4. Bereits bei der Depot-Eröffnung wird nach der persönlichen Börsenerfahrung gefragt. Dies ist gesetzlich vorgeschrieben.
  5. Das Handeln selbst kostet natürlich Geld. Diese „Order-Kosten“ variieren ebenfalls von Anbieter zu Anbieter.

Tabelle 2: Depot anlegen – so geht es.

 

Hat man genügend Erfahrung gesammelt, kann man sich als echter Trader versuchen und Echtgeld einsetzen. Wie erfolgreich man am Ende ist, das hängt fast ausschließlich vom persönlichen Können und den individuellen Entscheidungen ab. Zwar braucht es keine Bankenlehre, ein Studium oder Praktika, wer aber beispielsweise schon einmal bei einem Broker gejobbt hat, der habe selbstverständlich Vorteile, erklärt Kott.

 

Goldene Regeln für Trading-Anfänger

 

Wer traden möchte, der muss darüber hinaus natürlich wissen, was er da eigentlich macht, und er kann nicht blind wie beim Glücksspiel zufällig sein Geld auf ein Ereignis setzen, möchte er langfristig erfolgreich sein.

 

Trading bedeutet in der Praxis nichts anderes, als Schwankungen auf den Finanzmärkten, die sogenannte Volatalität, so zu nutzen, das einem daraus ein persönlicher Nutzen in Form von Gewinnen entsteht.

 

In der Praxis werden beispielsweise Wertpapiere, Währungen, aber auch Rohstoffzertifikate oder Differenzkontrakte gehandelt. Bereits hier zeigt sich, dass auf unerfahrene Anfänger viel Arbeit zukommt, um sich mit allen Finanzprodukten vertraut zu machen.

 

Video: Daytrading – Risiken und Chancen übersichtlich erklärt.

 

Zudem sollten angehende Trader wissen, dass es in ihrem Geschäft nicht um langfristige Investitionen geht. Beim Trading stehen kurzfristige Käufe und Verkäufe im Fokus, weswegen dieses Geschäft mit viel Spekulation verbunden ist. Trader sagen eine Marktentwicklung vorher und versuchen kurzzeitige Kurssteigerungen auszunutzen. Wo das Geld investiert wird, das ist zweitrangig.

 

Auch aus diesem Grunde sollten sich Anfänger jedoch auch bewusst sein, dass Trading immer mit einem hohen persönlichen Risiko verbunden ist. Oberste Grundregel ist daher: Niemals Geld einsetzen, auf das für den Lebensunterhalt nicht verzichtet werden kann. Aber bereits dies dürfte für viele Menschen problematisch sein, denn, so erklärt Michael Kott, wer nicht mindestens im niedrigen vierstelligen Bereich investiert, werde langfristig keine nennenswerten Gewinne verbuchen können.

 

 

Bildquelle: TZIDO SUN – 534102964 / Shutterstock.com