Münchner Polizei gedenkt verletzter Kollegin nach Kopfschuss in Unterföhring

Ein Jahr Kopfschuss: Emotionaler Post an schwer verletzte Kollegin

Ein Jahr ist es her, dass bei einer Schießerei in Unterföhring einer jungen Polizistin in den Kopf geschossen wurde. Mit bewegenden Worten hat die Münchner Polizei an ihre schwer verletzte Kollegin erinnert.

 

Am 13. Juni 2017 wurden gegen 8:20 Uhr zwei Polizeibeamte zu einem Routineeinsatz gerufen: Am S-Bahnhof Unterföhring ereignete sich eine Schlägerei. Der vermeintliche Routineeinsatz eskaliert schnell und ein Mann kann die Schußwaffe eines Polizeibeamten entreißen. Er schießt der 26-jährigen Polizistin in den Kopf und trifft zwei weitere Passanten an Arm und Oberschenkel. Daraufhin flieht er aus dem S-Bahnhof.

 

Mit insgesamt 200 Einsatzkräften, darunter Spezialeinsatzkommandos und Hubschrauber sperrten die Beamten den S-Bahnhof ab und sicherten das Gelände. An der Pforte eines nahegelegenen Allianz-Gebäudes können ihn schließlich Beamte der Bundespolizei festnehmen.

 

Täter sitzt heute in psychiatrischer Einrichtung

Bei dem Täter handelte es sich um einen 37-jährigen Mann, der sich gerade auf Europareise befand. Alexander B. ist in den USA gemeldet und lebte zur Tatzeit bei seinem Vater in Amerika. Er wurde allerdings in Oberbayern geboren und besitzt die deutsche Staatsbürgerschaft. Am Abend vor der Tat landete er am Münchner Flughafen mit einer Maschine aus Athen. Inzwischen wurde er in eine psychiatrische Einrichtung verwiesen, da er laut Gericht zum Tatzeitpunkt schuldunfähig war.

 

Bewegender Post der Münchner Polizei

Mit einem emotionalem Post hat die Münchner Polizei am Mittwoch an ihre schwer verletzte Kollegin erinnert.

 

„Seit dem folgenschweren Schusswechsel am S-Bahnhof Unterföhring ist nun schon ein Jahr vergangen. Es vergeht kein Tag, an dem wir nicht an unsere Kollegin Jessie denken. Wir wünschen ihr und ihrer Familie viel Kraft“, so heißt es in dem Twitter-Post der Münchner Polizei.

 

Die angeschossene Polizistin liegt nun seit einem Jahr im Wachkoma. Das Hirngewebe ist bei dem Schuss schwer beschädigt worden. Sie wurde inzwischen in eine Klinik nahe des Heimatortes ihrer Eltern verlegt.