Zerstörte Häuser in Kathmandu, © Den Helfern bietet sich in Nepal ein Bild der Zerstörung -  Foto: Medizinisches Katastrophen Hilfswerk

Einsatz verlängert – Münchner Einsatzkräfte bleiben in Nepal

München – Die Situation im Katastrophengebiet bringt die Einsatzkräfte an ihre Grenzen. Nachdem am vergangenen Dienstag östlich von Kathmandu ein weiteres Mal die Erde bebte, hat der MHW seinen Einsatz bis zum 23. Mai verlängert.

 

Die seit dem 01. Mai vor Ort befindlichen Einsatzkräfte des MHW sind gestern mit dem Schrecken davon gekommen. Wieder bebte die Erde und das auch noch sehr heftig: Mit einer Stärke von 7,2 auf der Richterskala wurde das Beben mit Epizentrum östlich von Kathmandu gemessen. Wieder sind über eintausend Verletzte und viele Tote zu beklagen.

 

Einsatzleiter Josef Riener: „Vor allem die Situation für die Überlebenden ist dramatisch. Kaum einer traut sich aus Angst vor weiteren Nachbeben noch in die eigenen vier Wände. Auch nur leicht beschädigte oder unversehrte Häuser werden in vielen Regionen gemieden. Immerhin sind noch viele internationale Helfer vor Ort und die notdürftig wiederaufgebaute medizinische Hilfe in sogenannten Health Points funktioniert den Umständen entsprechend gut. Problematisch ist nach wie vor die mangelnde Infrastruktur, um entlegene Bergdörfer zu erreichen.“

 

Hauptziel: Die Sanierung des Waisenhauses

 

zertrümmerte Häuser Nepal, © Viele Häuser liegen in Trümmern - Foto: Medizinisches Katastrophen Hilfswerk

 

Auf Grund der weiterhin dringend benötigten Hilfe vor Ort wird das MHW seinen Einsatz mit dem ASB Steiermark bis mindestens 23.05. verlängern, um die einheimischen Helfer bezüglich der Ausstattung von Health Points sowie Notunterkünften zu unterstützen. Auch die Sanierung des Waisenhauses Orphan Welfare Home wird weiter fortgesetzt. Benötigt werden dringend stabile Zelte, Planen und Wellblechabdeckungen, um die Unterkünfte monsuntauglich auszustatten.

 

Vor Ort wird das entsprechende Material durch unsere Einsatzkräfte in Absprache mit dem Gesundheitsministerium (MoHP) in die zugeteilten Notunterkünfte transportiert. Unterstützt wird das Team in Durchführung und Logistik vom Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) Steiermark und Luftfahrt ohne Grenzen e.V. aus Frankfurt am Main.