Schnee Winter Berg, © Symbolfoto.

Erhebliche Lawinengefahr in den deutschen Alpen

Wegen der Schneefälle ist die Lawinengefahr vor allem oberhalb von 1600 Metern deutlich gestiegen. Wintersportler sollten deshalb besonders aufmerksam sein.

 

 

München – Nach den jüngsten Schneefällen ist die Lawinengefahr in den bayerischen Alpen deutlich angewachsen. In Hochlagen oberhalb von 1600 Metern herrsche nun erhebliche Lawinengefahr und damit die dritthöchste der insgesamt fünf Warnstufen, teilte der Lawinenwarndienst Bayern am Dienstag in München mit.

 

Bereits bei geringer Zusatzbelastung könnten dort auch schon durch einen einzelnen Wintersportler Schneebrettlawinen ausgelöst werden. Zudem sei stellenweise die Selbstauslösung von kleineren und mittleren Lockerschnee- und Schneebrettlawinen möglich. Etwas geringer ist die Gefahr unterhalb von 1600 Metern, dort wird die Lawinengefahr als mäßig eingestuft.

 

In den vergangenen Tagen seien im deutschen Alpenraum vereinzelt bis zu 60 Zentimeter Neuschnee gefallen. In den kommenden Tagen werde sich die Lawinengefahr „nicht wesentlich“ ändern, hieß es weiter.

 

 

Skitourengeher aus München seit drei Tagen in Alpen vermisst

 

Schneefall und schlechte Sicht behindern in Tirol die Suche nach einem seit Samstag vermissten Skitourengeher aus München. Auch am Dienstag mussten Bergretter und Alpinpolizei die Suche unterbrechen, teilte die Polizei mit. Der 42-Jährige war am Samstag zur 2569 Meter hohen Pleisenspitze aufgestiegen. Zunächst hatte ihn seine Frau begleitet. Sie war aber wegen Problemen mit der Bindung vorzeitig umgekehrt und zu einer Hütte abgefahren. Der 42-Jährige traf später nicht am vereinbarten Treffpunkt ein. Seit Samstag ist in dem Gebiet viel Neuschnee gefallen.