Erzbistum München legt erstmals Vermögen offen

Wegen dem Finanzskandal um den ehemaligen Limburger Bischof Tebartz-van Elst will die katholische Kirche jetzt mit offenen Karten spielen. Immer mehr Bistümer legen Rechenschaft über ihre Finanzmittel ab. Heute will das Erzbistum München und Freising sein Vermögen erstmals offenlegen.

 

Das katholische Erzbistum München und Freising will am Montag erstmals sein Vermögen offenlegen. Erwartet wird eine Gesamtsumme von mehreren Milliarden Euro. Alle kirchlichen Gebäude, Grundstücke, Kunstgegenstände, Verträge, Anlagen und Kapitalrücklagen wurden dafür bewertet.

 

Verwaltung des Milliarden-Vermögens

 

Große Teile des Vermögens werden künftig im Wesentlichen von drei Stiftungen verwaltet, die den Hauptaufgaben der Kirche zugeordnet sind: Seelsorge, Wohlfahrtspflege sowie Glaubensweitergabe und Bildung. Die Stiftungen sind dem direkten Zugriff des Erzbistums entzogen. Ihr Vermögen soll dadurch langfristig gesichert bleiben; ihre Erträge dürfen nur zweckgebunden verwendet werden.

 

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Generalvikar Peter Beer und der Erzbischöfliche Finanzdirektor Markus Reif stellen bei der Pressekonferenz in München den Jahresabschluss 2015 vor. Auch Zahlen zum sogenannten Bischöflichen Stuhl sollen veröffentlicht werden.

 

Paderborn und Köln bisher reichste Bistümer

 

Nach dem Finanzskandal um den damaligen Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst hatten sich etliche der 27 katholischen Diözesen in Deutschland entschieden, mit den Finanzen transparenter umzugehen. Als reichste Bistümer gelten nach bisher vorliegenden Daten Paderborn (rund 4 Milliarden Euro Vermögen) und Köln (3,4 Milliarden Euro).

 

dpa/lby