Wenn eine lebensbedrohliche Situation eintritt, muss in jedem Fall die 112 gewählt werden. , © Wenn eine lebensbedrohliche Situation eintritt, muss in jedem Fall die 112 gewählt werden. (Foto: Johanniter / Tobias Grosser)

Europäischer Tag des Notrufs – Wann wählt man die 112?

Ob Unfall oder medizinischer Notfall, um so schnell wie möglich Hilfe zu rufen, wählt man die 112. Das ist die richtige Nummer für Notfälle. Treten hingegen in der Nacht oder am Wochenende gesundheitliche Beschwerden auf, ist der ärztliche Bereitschaftsdienst der richtige Ansprechpartner. Die Johanniter klären auf.   

 

 

„Wenn eine lebensbedrohliche Situation eintritt, muss in jedem Fall die 112 gewählt werden. Dazu gehören neben schweren Unfällen zum Beispiel Vergiftungserscheinungen, Verdacht auf Herzinfarkt oder Schlaganfall, Kreislaufkollaps, schwere Atemnot oder starker Blutverlust“, erklärt Roland Matuschek, Rettungsdienstleiter der Johanniter im Regionalverband München.

 

Wenn ein Patient unter Atemnot oder starken Schmerzen leidet, wird in Deutschland automatisch durch den Notruf der Notarzt mitalarmiert.

 

112-Gespräche sind kostenlos

 

„Selbst von Mobiltelefonen ohne Guthaben kann die Notrufnummer angewählt werden. Solange es sich tatsächlich um einen Notfall handelt, entstehen dem Anrufer auch keinerlei Kosten für den Einsatz, egal ob ein Rettungswagen, ein Notarzt oder gar ein Rettungshubschrauber zum Einsatzort ausrückt“, so Roland Matuschek weiter.

 

Jedoch sollte die 112 nur bei echten und dringenden Notfällen gewählt werden. In anderen Fällen sollte der ärztliche Bereitschaftsdienst der kassenärztlichen Vereinigungen kontaktiert werden. Hier gilt deutschlandweit eine einheitliche Rufnummer, die 116 117. Auch diese Nummer funktioniert ohne Vorwahl, ist kostenlos und kann vom Festnetzanschluss und vom Mobiltelefon aus gewählt werden.

 

Jedes Jahr am 11.02. wird der Tag des Notrufs gefeiert – passend zur Notrufnummer 112: