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Falsche Polizisten bringen Rentnerinnen um tausende Euro

Erneut haben sich Trickbetrüger als Polizeibeamte ausgegeben. Dabei sind zwei 83-jähriger Frauen um mehrere Tausend Euro betrogen worden. Die Polizei warnt vor falschen Polizeibeamten.

 

 

Bereits am Dienstag, den 31. Januar, erhielt eine 83-jährige Münchnerin einen Anruf der Nummer 089/110 auf ihrem Festnetzanschluss. Der Anrufer gab sich als Polizist aus. Er behauptete, dass in Folge einer Verhaftung eines Mannes, ihr Konto gesperrt werden müsse. Bei ihm sei ein Zettel mit ihrem Namen darauf gefunden worden, so der Betrüger weiter. Sie solle ihr komplettes Geld am nächsten Tag von ihrem Konto abheben.

 

Der Anrufer sagte der Frau, dass sie die ganze Nacht überwacht werde. Sie musste sich dazu auch regelmäßig per Anruf melden. Die Rentnerin hob am nächsten Tag, wie vereinbart, mehrere Tausend Euro ab und nahm wieder Kontakt mit den Betrügern auf. Kurze Zeit darauf, holte ein falscher Polizist das Geld ab und gab ihr eine Telefonnummer unter welcher sie abklären könne, wie sie ihr Geld wieder zurückbekomme. Da niemand mehr zu erreichen war, wählte die Frau die echte Notrufnummer.

 

Zeugenaufruf

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 65, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

 

Täterbeschreibung

Männlich, ca. 25-30 Jahre alt, ca. 170 cm groß, normale Figur, volles Gesicht, dunkle Haare, bekleidet mit einer dunkelbraunen Jacke.

 

 

Am Mittwoch, den 01. Februar, erhielt eine weitere Rentnerin aus Unterschleißheim einen Anruf eines falschen Polizisten. Der Anrufer gab sich als Oberkommissar Stein aus und wendete dieselbe Masche, wie im oben genannten Fall an. Die ebenfalls 83-Jährige solle sich den Telefonhörer neben das Telefon legen und nicht auflegen. Alle zwei bis drei Stunden solle sie sprechen. Gegen sechs Uhr, wurde es ihr gestattet, einige Stunden zu schlafen.

 

Nachdem die Rentnerin ihr Geld auf Anweisung abgehoben hatte, wurde sie – bei ständiger Überwachung per Telefon durch einen „Herrn Fischer“ – dazu gebracht, 10.000 Euro vorzuzählen. Außerdem musste sie die Nummern einiger Banknoten vorlesen. Kurz darauf holte ein angeblicher Polizist das Geld ab, welches er nach ein paar Stunden zurückbringen wollte. Nachdem die Zeit abgelaufen war, wurde der Frau klar, dass sie betrogen worden war.

 

Hinweis Ihrer Münchner Polizei

Die Polizei warnt erneut vor dem Auftreten falscher Polizei- oder Kriminalbeamter. Polizeibeamte in zivil legitimieren sich stets durch Vorzeigen des Dienstausweises. In Zweifelsfällen lassen Sie sich bitte Namen und Dienststelle des Polizeibeamten nennen und erkundigen sich durch einen Rückruf bei der Dienststelle nach der Richtigkeit der Angaben. Sollten Sie unsicher sein, rufen Sie auf alle Fälle den Notruf 110 an.