Taucher der Wasserwacht im See, © Symbolfoto

Fast jedes dritte Grundschulkind kann nicht schwimmen – Aktion soll helfen

In ganz Deutschland kommt es leider immer wieder zu Badeunfällen, bei denen Kinder tödlich verunglücken. Um das in Zukunft zu verhindern, startet jetzt die Aktion „Sicher Schwimmen“, mit der alle Schüler Schwimmunterricht erhalten sollen.

 

Ungefähr ein Drittel aller Grundschüler verlassen die 4. Klasse, ohne jemals richtig schwimmen gelernt zu haben. Das führt leider immer wieder zu Badeunfällen. Allein im Jahr 2015 ertranken in Deutschland 25 Kinder im Alter bis zu 15 Jahre. Bayern ist dabei leider das Bundesland, in dem die meisten Kinder ertrinken.

 

Auch in diesem Sommer ereigneten sich hier bereits einige Unglücke. Im Juli hatte ein 10-jähriger zusammen mit einer Jugendgruppe einen Ausflug in Bad in Oberammergau unternommen, und war dabei untergegangen. Wenig später verstarb er im Krankenhaus. Nur etwa eine Woche später war ein 14-jähriges Mädchen in einem Weiher in Feilenmoos ertrunken.

 

Solche Unfälle, egal ob sie tödlich enden oder nicht, bringen für die ganze Familie eine unheimliche emotionale Belastung mit sich. Um sie in Zukunft zu verhindern, startet Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG)-Jugend Bayern zusammen mit der AOK Bayern und dem Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege die Aktion „Sichere Schwimmer“. Man will an bayerischen Grundschulen DLRG-Schwimmer einsetzen, die sich darum kümmern sollen, dass alle Schüler zu sicheren Schwimmern werden. Als sicherer Schwimmer gilt hier, wer das Jugendschwimmabzeichen Bronze absolviert hat.

 

Außerdem will die DLRG an den Grundschulen und Kindergärten auch Präventionsarbeit leisten. So sollen den Kinder lernen, wie sie sich an Wasser oder Eis richtig verhalten. So wurden in den letzten vier Jahren bereits 1200 solcher Trainings an Grundschulen abgehalten. Denn wenn man allen Baderegeln folgt, wird das Ertrinken immer unwahrscheinlicher.

 

jl