Parken in München. , © Symbolfoto

FDP will Parkdruck senken – durch höhere Parkkosten

Mit sogenannten Parklizenzgebieten für Anwohner versucht die Stadt seit einigen Jahren den Parkdruck zu reduzieren. Von der FDP im Rathaus kommt jetzt der Vorschlag, die Parkgebühren zu erhöhen und dafür die Grundsteuer zu senken.

Wer kennt das nicht: man sucht händeringend einen Parkplatz und fährt dafür gleich ein paar Mal um die Häuser, mit Glück findet man dann eine Lücke. Der Parkdruck ist in vielen Teilen München schon jetzt sehr hoch, durch den stetigen Zuzug wird sich die Lage wohl weiter anspannen.

 

 

Um den Parkdruck in München zu mindern, schlägt die FDP nun ein neues Gebührenmodell vor: Die Parkgebühren sollen erhöht und dafür die Grundsteuer gesenkt werden.

 

CSU hält wenig davon

 

 

Konkret heißt das: Die Parklizenzgebühren, aber auch die Preise an den Parkautomaten, sollen deutlich steigen. Das soll Zusatzeinnahmen von geschätzten 11 Millionen Euro generieren. Mit dem Geld soll die Stadt wiederum die Anwohner entlasten, indem sie deren Grundsteuer senkt. Dadurch soll der Geldbeutel der Bewohner geschont werden – für die Pendler hingegen wird das Parken wesentlich teurer und damit, so der Plan, unattraktiver.

 

 

Derzeit kostet eine Parklizenz in München jährlich 30 Euro. Dieser Preis soll künftig auf circa 60 Euro steigen. Das soll den Druck auf die Pendler erhöhen, auf Fahrräder oder den öffentlichen Personennahverkehr umzusteigen. Zudem müssten neue Parkgaragen entstehen. Die Münchner CSU hält von dem Vorschlag der FDP wenig.

 

 

Michael Mattar von der FDP will seine Pläne trotzdem schnell vorantreiben. Dazu hofft er auch auf die Unterstützung der anderen Stadtratsfraktionen. Ob das den Parkdruck in München aber gänzlich löst, ist fraglich.

 

 

Bereits letzten Monat forderten Umweltverbände eine Anhebung der Parkgebühren in München, um dadurch den öffentlichen Verkehr und den Radverkehr zu fördern.

 

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