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Fernweh zu Weihnachten: Die besten Reisegeschenke für Pärchen

Muss es für den Partner immer das weihnachtliche „Geschenke-Dreigestirn“ Schmuck, Accessoires und Bekleidung sein? Nein, denn gerade Reisegeschenke erfreuen gleich mehrfach – und auch den Schenkenden.

 

So sicher wie die Tatsache, dass es auf dem Christkindlmarkt auch in diesem Jahr wieder Weihnachtsdeko und Glühwein zu kaufen gibt, so sicher ist auch etwas anderes: Abermals zerbrechen sich gerade abertausende Münchner Männer und Frauen die Köpfe darüber, was sie ihrem Schatz schenken sollen. Und, sorry, Gentlemen, gerade Männer tun sich dabei sehr häufig durch erstaunliche Kreativlosigkeit hervor. In einem Jahr eine Armbanduhr für die Holde, im nächsten ein teures Parfum, im dritten was zum Anziehen. Und im vierten Jahr, wenn die Batterie der Uhr schlappgemacht hat, geht es wieder von vorn los – es gibt schon gute Gründe, warum zwischen Weihnachten und Silvester Münchens Einkaufsstraßen voller Frauen sind, die Präsente umtauschen. Mit dem folgenden Artikel wollen wir dieses Geschenke-Karussell anhalten. Denn seinem Schatz eine Reise zu schenken, erfreut auf mehrfache Art. Einmal an Heiligabend und dann, wenn es losgeht. Und natürlich macht man damit auch sich selbst ein Geschenk. Überzeugt? Perfekt! Doch welche Reiseform sollte es denn sein?

 

 

1. Städtereisen

München ist fraglos eine wunderschöne Stadt – das werden die 7,8 Millionen Touristen, die in 2017 die Stadt besuchten, fraglos bestätigen. Allerdings: „andere Länder haben auch schöne Städte“. Und vielleicht ist es gerade ein solcher Städtetrip, der einen sogar noch über die im Eingangstext skizzierte Zweifach-Beschenkung hinaus erfreut. Denn er lässt einen die Heimat mitunter auch nach der Rückkehr in einem völlig neuen Licht sehen.

Doch wohin soll es gehen? Das hängt zwar vom persönlichen Geschmack ab, aber man sollte nicht unbedingt der Masse folgen. Paris böte sich für Pärchen als Stadt der Liebe zwar sehr klassisch an, ist aber mittlerweile zu praktisch allen Jahreszeiten schwer überlaufen und wartet zudem mit Preisen auf, die selbst München spottbillig wirken lassen. Doch Paris ist nicht die einzige teure Stadt Europas, davor stehen Kopenhagen, Oslo, Genf und, seit Jahren unangefochten, Zürich. Wer es günstiger haben möchte und trotzdem nicht atemberaubende Architektur missen möchte, sollte sich anders orientieren:

  • Brügge
  • Budapest
  • Dubrovnik
  • Florenz
  • Lissabon
  • Prag
  • Reykjavik
  • Riga
  • Tallinn
  • Vilnius

sind ebenfalls wunderschön, aber längst nicht so massiv touristisch überlaufen. Zudem sind sie alle das ganze Jahr über schön, nicht nur zu einer Jahreszeit.

 

 

2. Flusskreuzfahrten

Städtetrips sind toll, aber manche mögen es nicht, dass man dabei an einen Ort gebunden ist. Kein Problem, das lässt sich buchstäblich umschiffen. Denn Flusskreuzfahrten erleben jüngst einen ähnlichen Boom wie ihre „Verwandten“ auf den sieben Weltmeeren. Der große Vorteil ist die Abwesenheit von Nachteilen: Weder muss man weit anreisen, noch gibt es Probleme mit Seekrankheit oder der schlichten Tatsache, sich ein Schiff mit gleich mehreren tausend anderen teilen zu müssen.

Flusskreuzfahrten haben sehr viel von ihrem Rentner-Image verloren; eignen sich mittlerweile durch geänderte Angebote und Programme definitiv auch für die Generation 20Plus. Obendrein gibt es malerische Landschaften, die man fast lautlos durchfährt. Regelmäßiges Anlegen an sehr attraktiven Stellen, darunter natürlich auch Städte, gehört dazu. Und eben die Tatsache, dass man sich auf einem schwimmenden All-Inclusive-Hotel befindet und sich um wirklich nichts sorgen muss.

Wer erst mal einen „Zeh ins Wasser halten“ möchte, kann gleich vor der Haustür beginnen und eine Bootstour auf der Isar machen. Zwar nicht so luxuriös wie eine „echte“ Kreuzfahrt, aber sehr gut dazu geeignet, zu prüfen, ob man mit dieser Reiseform generell etwas anfangen kann. Ansonsten sollte man auf die europäischen Fluss-Klassiker vertrauen:

  • Dnjestr
  • Don
  • Donau
  • Elbe
  • Havel
  • Loire
  • Moldau
  • Oder
  • Rhein
  • Weichsel
  • Wolga

bieten sich an. Wobei gerade die osteuropäischen Flüsse für aufregendes Flair stehen, weil bei ihnen noch ein kleiner Abenteuer-Touch hinzukommt.

 

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3. Campingtrip

Es gibt die Möglichkeit, zu Weihnachten die absolute Urlaubs-Freiheit zu schenken. Das Zauberwort lautet Campingtrip. Nein, mit einem überfüllten Kleinwagen-Kofferraum, mit Zeltgestänge-Ringkämpfen und unbequemen Luftmatratzen hat das nichts zu tun. Wir sprechen von Wohnmobil bzw. -wagen. Beides kann mittlerweile bei diversen Anbietern gemietet werden. Es braucht lediglich einen passenden Führerschein, falls der Hänger mehr als 750kg bzw. das Wohnmobil mehr als 3500kg auf die Waage bringt. Statistisch ist man mit dieser Urlaubsvariante absoluter Trendsurfer. Eine großangelegte Studie fand heraus, dass 46,32 Prozent aller Camping-Urlauber Pärchen jeglichen Alters sind. Die gleiche Studie weiß auch zu berichten, dass die Deutschen am liebsten nach

  • Großbritannien
  • Portugal
  • Island

reisen. Doch das ist ja das Geniale an dieser Reiseform: Man muss sich auf nichts festlegen; kann im Zweifelsfall sogar „Platz-Springen“ betreiben und sich während des Urlaubs quer durch Europa hangeln – geleitet einzig von der eigenen Spontaneität und ohne eventuell störende Mitreisende. Das einzige, was man beachten muss, ist, dass das Übernachten außerhalb von Campingplätzen, als „Wildcampen“ bezeichnet, nicht überall in Europa erlaubt oder zumindest geduldet wird.

 

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4. Romantik-Häuschen

Urlaub muss immer bedeuten, rauszugehen, etwas zu sehen, viele Fotos zu schießen? Oftmals ja, jedoch längst nicht immer. Gerade wenn man mit seinem Schatz unterwegs ist, will man vielleicht auch mal einen Urlaub erleben, in dem man sich einfach nur miteinander beschäftigen kann – auf jeden Fall ohne Mitreisende und gerne garniert mit einer Prise Luxus, die man zuhause nicht hat.

Wer das interessant findet, sollte sich den Google-Suchbegriff „Romantik-Haus“ oder „Romantik-Ferienhaus“ gut merken. Sie stehen entlang der malerischen Moseldörfchen ebenso wie in Flandern, Norditalien, der mecklenburgischen Einsamkeit und an vielen anderen schönen Hot-Spots. Immer handelt es sich um kleine Häuschen. Sie können, müssen aber nicht deckungsgleich mit einem Ferienhaus sein. Was sie von diesen meistens unterscheidet, ist die Tatsache, dass sie vollends auf Pärchen, Entspannung und Romantik ausgerichtet sind. Große Whirlpools, noch größere Betten, Saunen, kuschlige Wohnzimmer ohne Fernseher, dafür mit knisterndem Ofen und bequemen Couches. Gerne auch nicht einsehbare Terrassen im Außenbereich. Eben alles, was ein Pärchen benötigt, um sich mal ein paar Tage lang so richtig von der Außenwelt abzuschotten und es sich gutgehen zu lassen – oft noch unterstützt durch einen Frühstücks-Lieferservice.

Vielleicht genau das Richtige, um in einer Beziehung das Feuer wieder neu zu entfachen.

 

 

5. Meereskreuzfahrt ungewöhnlich

Wir begeben uns abermals aufs Wasser. Klar ist, dass die allermeisten Kreuzfahrten nach dem gleichen Schema ablaufen: Möglichst sonniges Seegebiet mit vielen Inseln, großer, luxuriöser Dampfer, touristisch begehrte Anlegeziele. Kein Wunder, dass die meisten der wichtigen Routen durch die Karibik, das östliche Mittelmeer und den malaiischen Archipel führen.

Doch muss es das immer sein? Nein! Die Erdoberfläche ist zu zwei Dritteln von Wasser bedeckt. Und auch außerhalb von Karibik und Co. gibt es wunderschöne Strandabschnitte und mit etwas Suchen auch dazu passende Kreuzfahrten:

  • Kap Hoorn & Feuerland, die Südspitze Südamerikas
  • Die feurige Inselkette vor Alaska
  • Die einsamen Inseln der Südsee

sind nur drei atemberaubende Destinationen. Und je weniger „touristisch“ der Urlaub sein soll, desto breiter und abenteuerlicher werden die Möglichkeiten. Warum nicht mal als Gäste auf einem Forschungsschiff den Südpol bereisen? Als zahlende Frachtschifftouristen die Nordostpassage erkunden? Es gibt unzählige Wege, die Meere vom Schiff aus zu erkunden. Und das typische Luxus-Kreuzfahrtschiff ist nur einer davon – und sicher nicht der abenteuerlichste oder der, der die tollsten Erinnerungen und Fotos produziert.

 

Fazit: Es muss nicht immer Schmuck sein – und auch nicht Mallorca

Für manche Leser wird die Suche nach dem richtigen Weihnachtsgeschenk mit diesem Artikel beendet sein. Das ist toll, denn genau das ist seine Intention. Alle anderen sollten sich die Frage stellen „warum eigentlich nicht?“. Denn seinen Partner immer wieder beim Schenken zu überraschen, sollte das weihnachtliche Haupt-Anliegen sein. Und nicht, ihm möglichst klassische Dinge zu schenken, nur weil das jeder so macht.