© Foto der Berufsfeuerwehr München

Feuer in Frauenwohnheim in Obermenzing: War es Brandstiftung?

In einem Wohnheim für wohnungslose Frauen ist es gestern Abend zu einem verheerenden Brand gekommen. Möglicherweise wurde das Feuer absichtlich gelegt. Die Polizei ermittelt.

 

 

Update:

 

Ermittlungen durch die Kriminalpolizei (K 13) wurden eingeleitet und die 50-jährige Bewohnerin wurde vorläufig festgenommen, da der Verdacht besteht, dass sie den Brand vorsätzlich gelegt hatte.

 

Bericht der Feuerwehr München

Gestern Abend ist es in einem Wohnheim für ältere, wohnungslose Frauen im Stadtteil Obermenzing zu einem Zimmerbrand gekommen. Um 22.26 Uhr löste die automatische Brandmeldeanlage des dreistöckigen Gebäudes aus. Daraufhin wurde von der Integrierten Leitstelle die Feuerwehr alarmiert.

 

Noch während der Anfahrt meldete ein Anrufer, dass eine starke Rauchentwicklung sichtbar ist. Den eintreffenden Einsatzkräften wurde mitgeteilt, dass bereits alle Bewohner aufgrund des Feueralarms das Gebäude verlassen haben. Im Erdgeschoss des mehrstöckigen Gebäudes fanden die Feuerwehrleute einen ausgedehnten Zimmerbrand vor. Die Flammen schlugen aus dem zerborstenen Fenster bereits auf das 1. Obergeschoss über. Dort zerbrach ebenfalls die Fensterscheibe und die Flammen setzten einen Fernseher in Brand.

 

Sofort wurden die Brandstellen im Erdgeschoss und im Obergeschoss von mehreren Trupps unter Atemschutz bekämpft, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Nach zirka 25 Minuten konnte der Einsatzleiter „Feuer aus“ melden.

 

Mit einem Hochleistungslüfter wurde das Gebäude wieder entraucht. Während der Zeit des Feuerwehreinsatzes wurden die Bewohnerinnen in einem Großraumrettungswagen der Berufsfeuerwehr untergebracht und betreut.

 

Nach Ende des Einsatzes konnten diese wieder in ihre Wohnungen zurückkehren. Der Brandschaden wird auf mindestens 100.000 Euro geschätzt. Zur Entstehung des Brandes wurden von der Polizei Ermittlungen aufgenommen.