Eine geschlossene Bierflasche liegt am Boden einer S-Bahnhaltestelle in München, © Bundespolizei / Symbolbild

Flaschenwerfer: Ermittlungsverfahren nach Streit in S-Bahn

Zwei Männer stritten sich in der Münchner S6 so heftig, dass sogar eine Bierflasche flog. Einer von ihnen muss nun wegen Körperverletzung, Beleidigung und Unterschlagung vor den Haftrichter.

 

Mittwochnacht gerieten zwei junge Männer in der S6 in einen Streit. Die Auseinandersetzung ging so weit, bis ein 23-Jähriger mit einer noch ungeöffneten Bierflasche nach seinem Kontrahenten schlug. Da er sein Ziel jedoch verfehlte, setzte er erneut an und warf die Flasche. Dieses Mal traf sie das Bein des 18-Jährigen aus dem Landkreis Ebersberg. Dieser wiederrum nahm die Flasche an sich und warf sie an der S-Bahnstation Berg am Laim aus dem Zug, um weitere Angriffe gegen ihn zu vermeiden.

 

Mitarbeiter der Deutschen Bahn Sicherheit sahen, wie die Bierflasche aus der S-Bahn geflogen kam und informierten die Bundespolizei. Daraufhin konnten die beiden Streithähne von der Bundespolizei empfangen und auf die Wache am Ostbahnhof gebracht werde. Dort wurde bei dem 23-Jährigen, der die Flasche geworfen hatte, ein Atemalkoholwert von 1,96 Promille gemessen werden. Im Zuge einer weiteren Durchsuchung wurde bei dem Mann eine Geldbörse mit Ausweispapieren gefunden, die eindeutig nicht ihm gehörte.

 

Nach Rücksprache ordnete die Staatsanwaltschaft München I für den 23-Jährigen eine Blutentnahme sowie eine Haftrichtervorführung für Donnerstag, den 17. Januar, an. Gegen ihn wurde ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung, Beleidigung und Unterschlagung eingeleitet.