Fliegerbombe in Ismaning entdeckt: Abtransport statt Entschärfung

Zum Glück war die Bombe, die gestern in Ismaning gefunden wurde nicht scharf. Dennoch war es eine Zitterpartie, bis am Abend Entwarnung gegeben werden konnte.

 

Am 10.11.2014 gegen 16.00 Uhr wurde bei Bauarbeiten auf einem Grundstück zwischen den Straßen Fischerfleck und Bleicherfleck in Ismaning eine Fliegerbombe aus dem zweiten Weltkrieg gefunden, die in ca. 50 cm Tiefe lag.

 

Die Polizei sperrte sofort die umliegenden Straßen und forderte die Beschäftigten der näheren Firmen im dortigen Gewerbegebiet auf, ihre Arbeitsplätze zu verlassen. Nach der ersten Einschätzung der Kampfmittelbeseitiger handelte es sich um eine 250 kg Bombe mit 125 kg Sprengstoff. Um den Fundort wurde ein Radius von 500 Metern eingerichtet, in dem alle Anwohner und Beschäftigten ihre Wohnungen und Arbeitsplätze verlassen mussten.

 

Nur wenige Haushalte mussten evakuiert werden

 

Aufgrund der dortigen Gewerbestruktur waren nur ca. 20 Anwohner betroffen, von denen zehn Anwohner in Unterkünften der Gemeinde Ismaning von einer Betreuungseinheit des Katastrophenschutzes betreut wurden. Drei Anwohner, die in ihrer Mobilität eingeschränkt waren, wurden von Kräften des Rettungsdienstes aus ihren Wohnungen gebracht.

 

Innerhalb des Radius wurden gegen 17.00 Uhr die Bundesstraßen 471 und 388 für den Straßenverkehr gesperrt. Um 20.40 Uhr musste auch die Bahnlinie nördlich des S-Bahnhofes Ismaning gesperrt werden und um 21.20 Uhr begannen die Kampfmittelbeseitiger mit den Grabungsarbeiten.

 

Um 21.35 Uhr war die Bombe freigelegt. Dabei stellte sich heraus, dass der mechanische Zünder beim Abwurf im zweiten Weltkrieg nicht entsichert wurde und die Bombe somit nicht scharf war. Der Zünder wurde abmontiert und die Bombe konnte abtransportiert werden.

 

Um 22.00 Uhr konnten die Sperrungen aufgehoben werden und die Anwohner in ihre Unterkünfte zurückkehren. Die Münchner Polizei war mit über 50 Beamten im Einsatz. Die Freiwilligen Feuerwehren Ismaning, Garching und Aschheim arbeiteten mit über 100 Einsatzkräften. Auch der Rettungsdienst und Kräfte der Bundespolizei waren im Einsatz.

 

(Polizeimeldung)

 

Bild: Symbolfoto