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Fliegerbombe in Schwabing: Evakuierung von knapp 8000 Menschen hat begonnen

München – Nach dem Fund einer Fliegerbombe in München hat am Mittwochmorgen die Evakuierung des betroffenen Wohngebiets am Olympiapark begonnen. Etwa 8000 Menschen müssen nach Angaben der Polizei ihre Wohnungen verlassen.

 

Die aktuellsten Infos und Bilder zum Fund der Fliegerbombe finden Sie auch hier:

 

Fliegerbombe in Schwabing erfolgreich entschärft

 

 

  • Für die Anwohner des von der Evakuierung betroffenen Gebietes rund um die Georg-Birk-Straße wurde eine Bürgertelefon eingerichtet. Die Telefonnummer lautet: 089-2353 5555
  • Die Evakuierung des Absperrgebietes beginnt um 10.00 Uhr. Für die betroffenen Anwohner wurde eine Betreuungsstelle in der Olympiahalle eingerichtet. Diese kann ausschließlich über den Zugang „Nord“ betreten werden. Die Entschärfung der Fliegerbombe kann erst erfolgen, wenn die Räumung des Gebietes vollständig abgeschlossen ist. Eine Rückkehr in das Absperrgebiet ist daher voraussichtlich erst in den frühen Abendstunden möglich.
  • Für die betroffenen Anwohner ist eine Shuttle-Bus-Verbindung zur Olympiahalle eingerichtet worden. Die Haltestellen befinden sich: Ackermannstraße + Deidesheimer Straße sowie
    Winzerer Straße + Schwere-Reiter-Straße.
  • Die Maßnahme hat auch Auswirkungen auf den Bus- und Trambahnverkehr.
    Linien 12 und 53: Die Fahrzeuge befahren den Abschnitt zwischen Leonrodstraße und Nordbad ohne Halt, die Haltestellen Infanteriestraße und Barbarastraße können in beiden Richtungen nicht bedient werden.
    Linie 59: Die Busse enden bereits am Nordbad, die Haltestellen Barbarastraße, Infanteriestraße, Elisabeth-Kohn-Straße, Spiridon-Louis-Ring, Ackermannbogen und Saarstraße entfallen.
    Die Behinderungen werden bis voraussichtlich 22.00 Uhr andauern.

 

Polizei und Feuerwehr wollten mit Lautsprecherdurchsagen die Anwohner des Gebiets im Stadtteil Schwabing-West informieren. Anschließend sollten die Menschen vorübergehend in öffentlichen Einrichtungen untergebracht werden. Erst danach könne der Kampfmittelräumdienst mit der Entschärfung des Sprengkörpers beginnen, hieß es. Wann dies der Fall sein werde, könne im Moment noch nicht abgeschätzt werden.

 

 

 

Bauarbeiter hatten die US-amerikanische Bombe am Dienstagnachmittag südlich des Olympiaparks entdeckt. Dort entsteht derzeit ein Neubaugebiet. Bereits am Abend wurden rund 140 Anwohner, darunter auch Pflegebedürftige, aus einer direkt angrenzenden Straße in Sicherheit gebracht. Bei dem Sprengkörper handelt es sich um eine 500-Pfund-Bombe.

 

 

Es sind folgende Straßen ganz oder teilweise von der Evakuierung betroffen: (siehe auch Bild oben):

 

Georg-Birk-Straße, Elisabeth-Kohn-Straße, Centa-Herker-Bogen, Agnes-Neuhaus-Straße, Ackermannstraße, Lissi-Kaeser-Straße, Petra-Kelly-Straße, Adams-Lehmann-Straße, Schwere-Reiter-Straße, Elisabethstraße,Barbarastraße, Gustav-Landauer-Bogen, Felix-Fechenbach-Bogen, Therese- Studer-Straße, Rosa-Aschenbrenner-Bogen, Deidesheimer Straße, Saarstraße, Hildeboldstraße, Winzererstraße, Mitterwieserstraße, Teilbereiche der Clemens-, Herzog- und Hohenzollernstraße.

 

Alle Personen, die sich am Mittwoch, den 23. März 2016 im Sperrgebiet aufhalten, werden aufgefordert, dieses um 8.00 Uhr zu verlassen, bzw. ab diesem Zeitpunkt nicht mehr zu betreten.

 

Der Fund weckt Erinnerungen an die „Schwabinger Fliegerbombe„. Im August 2012 war im Stadtteil Schwabing eine außergewöhnlich große Bombe gefunden worden. Bei der kontrollierten Sprengung mussten damals etwa 2500 Anwohner ihre Häuser verlassen. Durch die Explosion, die damals in der ganzen Stadt zu hören war, wurden einige umstehende Häuser beschädigt.

 

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dpa/pm