Flughafen München und Markus Söder, © Markus Söder will die dritte Startbahn - Foto: Flughafen München - Werner Hennies

Flughafen München: 2025 sollte die dritte Startbahn fertig sein

Nach Ansicht von Bayerns Finanzminister Markus Söder (CSU) sollte die umstrittene dritte Startbahn am Münchner Flughafen bis spätestens 2025 fertig sein.

 

Es komme bei der anstehenden Entscheidungsfindung nicht auf einige „Monate hin oder her an, sondern darauf, dass Mitte des nächsten Jahrzehnts die Startbahn fertig sein sollte“, sagte Söder dem „Münchner Merkur“ (Dienstag). Er zeigte sich optimistisch, dass auch die Stadt München aufgrund der von ihm erarbeiteten Analyse zu den Flughafenzahlen für einen Bau plädiere. Noch vor der Sommerpause werde er die neuen Prognosen zu Passagieren und Flugbewegungen dem Aufsichtsrat in einer Sondersitzung vorlegen. „Dort müssen Freistaat, Bund und Landeshauptstadt bereden, wie es mit dem Flughafen weitergeht.“

 

Die Freien Wähler sehen das anders. Sie sagen:

 

 München wird bei dritter Startbahn im Verkehr ersticken

 

 

Der von der CSU geforderte Bau der dritten Startbahn für den Münchner Flughafen ist nach Ansicht der Freien Wähler (FW) auch wegen der hohen Feinstaubbelastung unverantwortlich. „Es ist geradezu grotesk, eine dritte Startbahn bauen zu wollen, während die Feinstaubbelastung in München gesundheitsschädliche Werte überschreitet und Pkw-Fahrverbote diskutiert werden“, sagte Hubert Aiwanger, Chef der FW-Landtagsfraktion, am Montag der dpa in München. „Die Münchner werden im wahrsten Sinne des Wortes im Verkehr, auch im Flugverkehr, ersticken, wenn die Politik nicht umsteuert.“

 

Am Sonntagabend hatte die CSU erneut erklärt, dass aus ihrer Sicht der Bau der umstrittenen dritten Startbahn unverzichtbar ist. Sonst werde der Flughafen von der internationalen Konkurrenz überholt und Arbeitsplätze seien in Gefahr. Über die dritte Startbahn wird seit langem gestritten. Die Stadt München lehnt einen Bau ab, da sich 2012 die Mehrheit der Münchner dagegen ausgesprochen hatte.

 

„Flugzeuge stoßen bei der Kerosinverbrennung riesige Mengen an kleinen lungengängigen Rußpartikeln im Nanometerbereich aus“, betonte Aiwanger. Beim Rollen zur Startbahn würden von einem Flugzeug pro Sekunde so viele Rußpartikel an die Umwelt abgegeben wie von einem Auto mit Euro-6-Standard auf 60 Kilometern Fahrstrecke.

 

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dpa/ad