Passkontrolle, Einreise, Flughafen, München, Bundespolizei, © Die Passkontrolle der Bundespolizei

Flughafen München: Nach dem Urlaub festgenommen

 Gut, wenn man im Urlaub nicht den letzten Cent ausgibt. Zumindest wenn man per Haftbefehl gesucht wird, weil noch offene Rechnungen ausstehen. Denn entweder man kann bezahlen und man wandert ins Gefängnis.

 

Weil er im Urlaub nicht sein letztes Geld auf den Kopf gehauen hat, ist ein Hamburger noch mal dem Gefängnis entgangen. Am Dienstagabend haben Bundespolizisten den Mann nämlich bei seiner Rückkehr aus dem Ägypten-Urlaub festgenommen. Der 27-Jährige wurde bereits seit mehr als drei Jahren mit Haftbefehl gesucht. Bei der Bundespolizei hieß es dann: Bezahlen oder Haft.

 

Der Gesuchte lief den Beamten bei seiner Ankunft aus Hurghada in die Arme. Den Grenzpolizisten fiel eine Fahndungsnotiz der Hamburger Justiz ins Auge, als sie die Dokumente des Urlaubers überprüften.

 

Das dortige Amtsgericht hatte gegen den Mann bereits im November 2012 einen Strafbefehl über 60 Tagessätze zu 8 Euro wegen Betrugs erlassen. Da der Hansestädter offensichtlich keine Reaktion auf diesen Richterspruch gezeigt hatte, schrieb ihn die Staatsanwaltschaft Hamburg Ende April 2013 mit Vollstreckungshaftbefehl zur Festnahme aus. Diesen Haftbefehl vollstreckten Bundespolizisten am Münchner Airport gestern.

 

Nachdem der Festgenommene mit dem Rest seines Urlaubsgeldes die offene Geldstrafe plus Verfahrenskosten in Höhe von 543,50 Euro umgehend begleichen konnte, durfte er die Wache der Bundespolizei auch schnell wieder verlassen.