Bundespolizisten am Münchner Airport überprüfen täglich die Dokumente von knapp 40.000 Passagieren. Diskussionen kommen dabei schon mal vor. Dass ein Reisender aber aus heiterem Himmel völlig ausrastet und gefesselt werden muss, ist eher selten., © Symbolbild. Foto: Bundespolizei

Flughafen München: Widerstand gegen Beamte im Kräuterrausch

Auch wenn Kräuter in der Regel gesund sind, haben aber wohl auch diese Nebenwirkungen. Am Dienstagabend rastete ein 21-jähriger Allgäuer bei der Ausreisekontrolle nach Dubai vollkommen aus. Er ließ sich erst durch den Einsatz von Pfefferspray wieder unter Kontrolle bringen. Eine Kräutermischung war anscheinend der Grund für sein Verhalten.

 

 

Erst verhielt sich der junge Mann ganz normal, stellte sich in die Warteschlange und war auch bei der Passkontrolle völlig unauffällig. Unmittelbar nachdem er seinen Pass wieder hatte und an den Bundespolizisten vorbei war, flippte der 21-Jährige plötzlich aus. Er schmiss sich auf den Boden, schrie und lachte lauthals.

 

Die anwesenden Bundespolizisten sahen nach ihm, leisteten Erste Hilfe und betreuten ihn, bis er sich wieder beruhigt hatte. Doch der 21-Jährige rastete wieder aus. Er wurde aggressiv, schlug mit einer Wasserflasche nach den Bundespolizisten und beleidigte sie. Die Beamten mussten schließlich Pfefferspray einsetzen und dem Mann Handschellen anlegen.

 

Anschließend riefen die Bundespolizisten ihre Kollegen der bayerischen Landespolizei hinzu, welche die weiteren Ermittlungen übernahmen. Der mittlerweile wieder zur Ruhe gekommene 21-Jährige erzählte den Beamten, er habe zuvor eine nicht näher identifizierte Kräutermischung geraucht, welche wohl ungeahnte Nebenwirkungen hatte. Sicherheitshalber übergaben die Polizisten den Mann anschließend an den Rettungsdienst, welcher ihn in ein nahe gelegenes Krankenhaus brachte.

 

Für den21-Jährigen werden die Kräuter jetzt noch eine ganz andere Nebenwirkung haben: er muss sich wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte verantworten.