Das Hauptzollamt München hat bei einer Kontrolle einen präparierten Wolf entdeckt, © Copyright: BFV/Zoll

Flughafen München: Wolf in Koffer gefunden

 Als die Beamten des Hauptzollamtes München ein Gepäckstück eines Passagiers am Flughafen München öffneten, kam ein Mitbringsel zum Vorschein, dass auch für die erfahrenen Beamten nicht alltäglich ist. Bei der Gepäckkontrolle wurde das Ganzpräparat eines Wolfes gefunden. Dieser Fund wird dem Reisenden noch teuer zu stehen kommen.

 

Da staunten die Zöllner nicht schlecht, als sie bei einer Kofferkontrolle am Dienstag, 25. April, eines aus der Ukraine einreisenden Deutschen ein komplettes Wolfsfell mit Schädel entdeckten.

 

„Wölfe sind vom Aussterben bedrohte Tiere und deswegen im Washingtoner Artenschutzübereinkommen sowie in der EU-Artenschutzverordnung gelistet und dürfen nur mit den erforderlichen Dokumenten eingeführt werden.“, so Marie Müller, Pressesprecherin des Hauptzollamts München. „Solche Vergehen werden erfahrungsgemäß stark geahndet. Es kann zu einer vierstelligen Geldstrafe kommen, eine Haftstrafe ist auch nicht ausgeschlossen.“

 

Da der Mann die erforderlichen Dokumente nicht vorlegen konnte, wurde das Ganzpräparat beschlagnahmt, eingezogen und ein Strafverfahren gegen den 34-Jährigen eingeleitet.

 

Zusatzinformation: Aufgrund der Bedrohung, beziehungsweise Gefährdung vieler Pflanzen- und Tierarten wird gegen die Übernutzung und den illegalen – internationalen Handel nachhaltig entgegen gewirkt, indem Zollkontrollen durchgeführt werden. Um den Fortbestand der Lebewesen zu schützen sind bedrohte Arten unter anderem im internationalen und gemeinschaftlichen Artenschutzrecht aufgelistet. Hierunter fällt auch der Wolf (lateinische Bezeichnung: Canis lupus).

 

sb/Hauptzollamt München