fly sein ist Jugendwort 2016

„Fly sein“ ist „Jugendwort des Jahres“

München – „Fly sein“ ist das „Jugendwort des Jahres“. Es bedeute, jemand oder etwas „geht besonders ab“, teilte der Langenscheidt-Verlag am Freitag in München mit.

 

Zur Auswahl hatten 30 Begriffe gestanden, die zeigen sollen, wie die Jugend von heute spricht. Eine 20-köpfige Jury hatte das Wort gewählt. In einer unverbindlichen Online-Abstimmung hatte „fly sein“ nur 4,4 Prozent der Stimmen erreicht. Spitzenreiter war der Begriff „isso“ als Zustimmung oder Unterstreichung von etwas mit 20 Prozent.

 

Im vergangenen Jahr war „Smombie“ – ein Kunstwort aus Smartphone und Zombie – zum „Jugendwort des Jahres“ gewählt worden. Die jährliche Wahl ist eine Werbeaktion des Langenscheidt-Verlags.

 

Hier die bisherigen Gewinner der vergangenen Jahre:

  • 2015: «Smombie» wird in München zum «Jugendwort des Jahres» gekürt. Das aus Smartphone und Zombie zusammengesetzte Wort beschreibt jemanden, der von seiner Umwelt nichts mehr mitbekommt, weil er nur noch auf sein Smartphone starrt.
  • 2014: «Läuft bei Dir». Vor zwei Jahren wurde ein ganzer Satz zum «Jugendwort» gekürt. Er soll als Synonym für cool oder krass gelten.
  • 2013: «Babo». Das Wort bedeutet so viel wie Boss oder Anführer. Der Ausdruck erinnert an den türkischen Begriff Baba (Vater) und wird vor allem in kurdischen Gebieten der Türkei benutzt. Hierzulande bekanntgemacht hat den Begriff der deutsch-kurdische Rapper Haftbefehl aus Offenbach – mit seinem Lied «Chabos wissen wer der Babo ist».
  • 2012: «Yolo». Das ist ein Akronym und steht für «You only live once» – eine Aufforderung, alle Chancen auf Erlebnisse zu nutzen.
  • 2011: «Swag». Der US-amerikanische Ausdruck bezeichnet eine «beneidenswerte, lässig-coole Ausstrahlung» oder eine «charismatisch-positive Aura». Wörtlich übersetzt bedeutet «to swagger» stolzieren, prahlen oder schwadronieren, und «swaggerer» heißt Aufschneider oder Angeber.
  • 2010: «Niveaulimbo». Mit dem Begriff beschrieben Jugendliche 2010 das Absinken des Niveaus beispielsweise im Fernsehprogramm, bei Partys oder in Gesprächen.
  • 2009: «hartzen». Das an Hartz IV angelehnte Wort kann so etwas wie rumhängen oder auch arbeitslos sein heißen.
  • 2008: «Gammelfleischparty». Das erste «Jugendwort des Jahres» ist eine wenig schmeichelhafte Bezeichnung für eine Ü-30-Party.

 

(dpa)