Fortsetzung des BayernLB-Prozesses

Nach knapp zwei Wochen Pause geht der Prozess gegen sechs ehemalige Vorstände der BayernLB wegen des Milliardendebakels mit der Hypo Alpe Adria am Montag (9.00 Uhr) weiter. Sie müssen sich seit Ende Januar wegen Untreue vor dem Münchner Landgericht verantworten, weil sie die österreichische Bank im Jahr 2007 trotz großer Risiken viel zu teuer gekauft haben sollen. Der Zukauf entwickelte sich in kürzester Zeit zu einem Desaster für die Landesbank und kostete die Steuerzahler in Bayern Milliarden.

 

 

m Prozess gegen ehemalige Vorstände der BayernLB haben die Richter am Montag eine dubiose Millionenzahlung an den verstorbenen Kärtner Landeshauptmann Jörg Haider unter die Lupe genommen. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass es sich um Bestechungsgeld handelte, damit Haider dem Verkauf der österreichischen Bank Hypo Alpe Adria an die BayernLB im Jahr 2007 zustimmte.

 

Haider soll den Verkauf an die Bedingung geknüpft haben, dass die Bank 2,5 Millionen Euro für das Fußball-Sponsoring in Kärnten zahle. Ein ehemaliger Abteilungsleiter der BayernLB sagte als Zeuge vor dem Landgericht München, er habe vom damaligen Bankchef Werner Schmidt den Auftrag erhalten, einen Vertragsentwurf für das Sponsoring an die BayernLB-Tochter DKB weiterzuleiten. Mit den Hintergründen der Vereinbarung habe er sich aber nicht beschäftigt.

 

 

jn / dpa