Eine Wiesn-Bedienung klagte über Ketchup im Ohr und konsultierte die Aicher Ambulanz., © Philipp Hartmann

Frau fesselt sich selbst mit Klebeband, um Sanitätszelt nicht zu verlassen

Nicht nur die Polizei hat auf der Wiesn viel zu tun. Auch die Aicher Ambulanz kümmert sich um Personen, die Hilfe brauchen. Einer Frau gefiel es im Sanitätszelt so gut, dass sie gar nicht mehr gehen wollte.

 

Am Montag versorgte die Aicher Ambulanz insgesamt 239 Patienten. Einige hatten Schnittverletzungen, anderen hatten den Alkohol unterschätzt und etwas zu tief ins Glas geschaut. Auch die Italienerin Marta hatte zu viel getrunken und kam deshalb in die Krankenstation auf dem Oktoberfest.

 

Zwei Stunden nachdem sie auf einer Trage in das Sanitätszelt gebracht worden war, hatten die Ärzte die 21-Jährige eigentlich soweit wieder aufgepeppelt, dass sie in der Lage gewesen wäre, dieses wieder selbstständig in Begleitung ihres wartenden Freundes zu verlassen.

 

Als der Moment kam, sich zu verabschieden, wurde Marta sehr traurig und weinte bittere Tränen. Sie wäre gern noch länger dort geblieben, augenscheinlich hat es ihr in den Händen der Aicher Ambulanz gut gefallen. Ihr Freund versuchte vergeblich, sie zu beruhigen, doch Marta war untröstlich.

 

In ihrer Verzweiflung klebte sie sich schließlich selbst mit Klebeband an eine Trage, um das Sanitätszelt nicht verlassen zu müssen. Die Rettungskräfte befreiten die junge Frau aus der misslichen Lage und konnten sie letztendlich doch dazu überreden, die Krankenstation wieder zu verlassen. So stürzten sich Marta und ihr Freund erneut ins Wiesn-Treiben.