Angriff mit Messer, © Symbolfoto

Frau in Haar getötet: Motiv war Streit um Kleidung des Kindes

Nachdem in Haar eine Frau von ihrem eigenen Ehemann getötet wurde, werden immer mehr Einzelheiten zu dem grausamen Vorfall bekannt. Der Auslöser soll laut Polizei ein Streit um die Kleidung des vierjährigen Kindes gewesen sein, das während der Tat in der Wohnung war. Insgesamt hinterlässt die Frau drei Kinder.

 

 

Wie berichtet, ist in Haar ein Streit so sehr eskaliert, dass ein 53-jähriger Mann seine eigene Frau (40 Jahre alt) getötet hat. Er setzte selbst einen Notruf ab, der maximal 10 Minuten nach der grausamen Tat getätigt worden sein soll. Laut Aussagen der Polizei müsse man in diesem Fall von einer sogenannten „Übertötung“ sprechen, denn der Täter soll noch weiter auf die Frau losgegangen sein, als diese bereits regungslos am Boden lag. Noch ist die Ursache für den Tod der Frau nicht ganz geklärt. Sie kann sowohl erwürgt, als auch erschlagen oder erstochen worden sein.

 

Der Grund für den Streit soll die Auswahl der Kleidung des vierjährigen Buben gewesen sein. Ob er von der Tat etwas mitbekommen hat, ist bisher nicht klar. Jedenfalls war das Kind in der Wohnung und sollte eigentlich in den Kindergarten gebracht werden. Die zwei weiteren Kinder, die beiden Mädchen im Alter von sieben und neun Jahren befanden sich zum Tatzeitpunkt an einem anderen Ort.

 

Das Paar sei seit 2003 verheiratet gewesen. Der 53-Jährige, der seit 1998 in München lebt, sei seit 2009 als arbeitssuchend gemeldet gewesen. Laut Polizei habe es immer wieder Streitigkeiten wegen Nichtigkeiten zwischen den beiden Eheleuten gegeben. Durch weitere Ermittlungen soll nun der Tathergang genauer analysiert werden. Der 53-Jährige sagte aus, dass seine Frau ihn zuerst mit dem Messer bedroht habe. Von Notwehr gehen die Ermittler allerdings nicht aus.