Münchner S-Bahn auf den Gleisen, © Symbolfoto

Frauen mit Reizgas besprüht: Bundespolizei ermittelt wegen Körperverletzung

Weil sich eine Frau von zu lauter Musik gestört fühlte, wurde sie mit Reizgas besprüht

Die 26-Jährige aus Emmering fuhr zusammen mit einer 27-jährigen Freundin aus München und deren 7-jähriger Nichte gegen 14:10 Uhr in der S4 Richtung Ebersberg. Sie waren in Laim in den letzten Wagen eingestiegen. In ihrem Rücken befand sich ein Mann, der mit seinem Handy über Lautsprecher Musik hörte. Die 26-Jährige telefonierte in der S-Bahn und äußerte im Gespräch, dass sie die laute Musik aufrege und sie kaum etwas verstehe. Fast im selben Moment war der Unbekannte aufgestanden, sprühte der 26-Jährigen Flüssigkeit ins Gesicht und verlies am Halt an der Donnersberger Brücke die S4. Dabei sagte er: „In München macht mich keiner blöd an!“.

Beide Frauen und das Kind fuhren trotz tränender Augen und brennender Haut im Gesicht weiter bis zum Ostbahnhof, wo sie sich mit einem Bekannten an die Bundespolizei wandten.


Bundespolizei ermittelt wegen gefährliche Körperverletzung


Die Bundespolizei hat Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung eingeleitet und fahndet nun nach einer männlichen Person, ca. 30 Jahre alt, schlank, dunkelblonde kurze Haare mit Geheimratsecken, bekleidet mit einer kurzen Hose. Wer zum Sachverhalt oder der Beschreibung des Mannes sachdienliche Hinweise geben kann, wird gebeten, sich unter 089/5155500 an die Bundespolizeiinspektion München zu wenden.

rr/Bundespolizei