© Der Fundort der Leiche am Feringasee

Frauenleiche am Feringasee: Polizei verhaftet Tatverdächtigen

Eine Frau will sich mit einer Kollegin treffen – kommt aber nicht zurück nach Hause. Ihre Leiche wird einen Tag später an einem See gefunden – völlig verkohlt. Die Polizei hat nun einen Tatverdächtigen festgenommen.

 

 

+++ Update: Die Polizei hat nun bestätigt, dass es sich bei dem Festgenommenen um den Lebensgefährten der Frau handelt+++ Hier die neuesten Infos zum Fall +++

 

 

München – Die an einem Badesee bei München verkohlt aufgefundene Frau ist umgebracht worden. «Sie ist gewaltsam zu Tode gekommen», sagte Kriminalhauptkommissar Herbert Linder am Mittwoch in München. Nun am Donnerstag die Meldung, dass die Polizei einen Tatverdächtigen verhaftet hat. Weitere Informationen dazu sollen im Laufe des Tages bei einer Pressekonferenz bekannt gegeben werden.

 

Wie berichtet hatte ein Gärtner hatte die verbrannte Leiche der 35-Jährigen am Montag am Feringasee in Unterföhring (Landkreis München) entdeckt.

 

 

«Als es gebrannt hat, war die Frau schon tot», erläuterte Linder. Der unbekannte Täter habe die Leiche an den See gebracht und sie dann angezündet – vermutlich, um Spuren zu verwischen. An der Fundstelle seien Spuren von Brandbeschleunigern gefunden worden.

 

 

Bei der Toten handelt es sich um eine Münchnerin, die aus Sachsen stammt. Ihr Lebensgefährte hatte sie Sonntagnacht als vermisst gemeldet, nachdem sie von einem vermeintlichen Treffen mit einer Arbeitskollegin nicht zurückgekehrt war. Mit wem sich die Frau treffen wollte, habe ihr Freund aber nicht gewusst, hieß es. Das Paar wohnte unweit des Feringasees im Osten der Landeshauptstadt.

 

Die weiteren Todesumstände sind bisher unklar. Alle oberflächlichen Spuren seien durch den Brand vernichtet worden, sagte Linder. Das Auto der Frau wurde nicht am See, sondern in der Nähe ihres Arbeitsplatzes gefunden – ordnungsgemäß geparkt. Ob sie selbst dort hinfuhr, oder ob es der Täter war, sei einer der Punkte, die nun geklärt werden müssen. «Wir ermitteln auf Hochtouren», sagte Linder.

 

 

dpa/pm