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Freie Wähler fordern mehr Freiheit für Bauern bei Direktvermarktung

Die Freien Wähler haben einen Wust von Vorschriften bei der Direktvermarktung landwirtschaftlicher Produkte beklagt.

 

Eine Hofschlachtung und der Direktverkauf des Fleischs sei heute ein kaum mehr zu bewältigender bürokratischer Akt, sagte Parteichef Hubert Aiwanger der Deutschen Presse-Agentur in München. Dabei wäre es «tausendmal besser, die Tiere vor Ort zu schlachten, anstatt sie Hunderte Kilometer zum nächsten Schlachthof zu karren und großem Stress auszusetzen».

 

Dumpingpreise von Handelsriesen

 

Mächtige Handelsketten zahlten den Bauern oft nur Dumpingpreise, Höfe müssten aufgeben. «Viele Bauern würden gerne in die Direktvermarktung einsteigen, schrecken aber vor der Bürokratie zurück. Da muss der Staat helfen!», sagte Aiwanger. Wenn Bauern und Verbraucher direkt ins Geschäft kämen «und die Bürokratie das nicht länger verhindert, kommt mehr Geld beim Erzeuger an, und der Verbraucher hat den Mehrwert von frischer Ware und garantierter Herkunft».

 

Die bayerische Agrarpolitik müsse die guten Ansätze zur Förderung der Direktvermarktung massiv aufstocken. In jeder Gemeinde müsse es fünf Bauernhöfe geben, die die Einwohner mit frischer Milch, Fleisch, Eiern und Gemüse versorgen. Auch eine engere Zusammenarbeit mit den Gasthäusern sollte gefördert werden, forderte Aiwanger.

 

dpa