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Freising: Rechnung vom Tierheim München für den Landkreis wegen gequälter Katzen

Der Landkreis Freising muss wohl die Betreuung von 30 Katzen im Münchner Tierheim bezahlen.

Vorher hat das Landratsamt die verwahrlosten Tiere einer Züchterin weggenommen, deren Betreuung katzenunwürdig war und gesundheitliche Gefahren mit sich brachte.

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Haarig: Sechsstelliger Betrag für gerettete Katzen

230000 Euro insgesamt verlangt das Tierheim München vom Landkreis Freising für das Aufpäppeln der 30 Katzen, die der Landkreis Freising einer verantwortungslosen Züchterin entzogen hatte.

Weitere 115000 Euro übernimmt der Münchner Tierschutzverein, der das Tierheim betreibt.

„Wir haben eine hohe Rechnung bekommen“, bestätigte am Dienstag die Sprecherin des Landratsamtes, Eva Dörpinghaus, einen Bericht.

Insgesamt 65 Katzen mussten die Tierschützer von der Landkreis-Behörde ihrer Besitzerin in Gammelsdorf im Landkreis Freising wegnehmen.

 

Furchtbare Zustände

Neun Perserkatzen mussten eingeschläfert werden, weil sie so schlecht von der Züchterin behandelt worden waren.

Die restlichen litten unter Milbenbefall, waren „von Flöhen ausgesaugt“ und hinter dem Haus der Horror-Züchterin sollen Beamte sogar mumifizierte Katzen gefunden haben.

Das für den Vollzug des Tierschutzrechts zuständige Landratsamt verhängte ein Tierhalteverbot gegen die Züchterin und widerrief die Zuchterlaubnis. Außerdem erstattete es Anzeige wegen Tierquälerei. Die Katzen kamen in zwei Tierheime nach Landshut und München. „Wir müssen vorerst für die Kosten aufkommen“, erläuterte Dörpinghaus, „werden aber versuchen, das Geld von der früheren Besitzerin erstattet zu bekommen“. Das Geld wird die Züchterin aber wohl nicht aufbringen können.

Mittlerweile hat auch das Tierheim Landshut eine Rechnung an den Landkreis Freising geschrieben.

Die Sprecherin des Tierheims München, Judith Brettmeister, erklärte, die hohen Kosten seien entstanden, weil viele der Katzen von einem Pilz befallen gewesen seien. „Sie mussten in Intensivquarantäne von Tierpflegern in Ganzkörperanzügen behandelt werden“, sagte sie.

 

 

Jeden Tag mussten Tierärzte die Katzen in München versorgen – zwei von ihnen sind mittlerweile trotzdem gestorben.

adc / dpa