© Sonnenuntergang am Starnberger See.

Freizeitwert am See: Touren am Starnberger- und Ammersee

Seen in Bayern sehn und dabei aktiv sein. Bayern ist auf der Welt nicht nur für das Weißbier oder die traditionelle Tracht bekannt, sondern zudem für seine Seen – und genauer für fünf ganz bestimmte Seen. Doch was haben die zwei Größten von ihnen ihren Besuchern an Rundumtouren mit Blick auf den See oder Geschichtliches zu bieten? Nachfolgend ein Überblick über mögliche Wege, die die Seen und ihre Umgebung zu jeder Jahreszeit mit der passenden Ausrüstung erkunden lassen.

 

 

© Der Blick auf den Ammersee in Herrsching. Der Ammersee ist der drittgrößte See Bayerns.

 

Die fünf Seen südlich von München

 

Das Fünfseenland Bayerns reicht von Landsberg im Westen bis Starnberg im Osten und Weilheim im Süden. Die Seen, die in dieser Region verteilt zu finden sind, sind der Starnberger See, Ammersee, Wörthersee, Wesslinger See und Pilsensee. Die Seen liegen südlich der belebten Hauptstadt München und kurz vor den oberbayerischen Alpen und sind über verschiedene Verkehrsverbindungen zu erreichen – egal, ob mit Auto oder dem Regionalverkehr. Alle Seen entstanden durch das Abschmelzen eines Gletschers nach der letzten Eiszeit.

 

Wer die Seen zu Fuß – egal, ob im Laufschritt oder im gemächlichem bis flottem Tempo – erkunden möchte, kann dies auf mehreren Strecken tun, die um den See und durch umliegende Wälder führen. Nachfolgende Wege, welche sich für einen Spaziergang oder eine Joggingtour anbieten. So steht auch der Wintertour auf die Ilkahöhe oberhalb des Starnberger Sees nichts im Weg, ebenso wie weiteren Rundwegen, die die Seelandschaften zu bieten haben. Die Wege, die die kommenden Kapitel beschreiben und sich in der Nähe zu den zwei größten der fünf Seen befinden, sind zu Fuß, mit den Walking-Stöcken oder dem Rad zu erkunden.

 

Starnberger See: Der See des Fürsten

 

Der Starnberger See ist auch unter dem Namen Fürstensee bekannt. Er hatte schon früh eine Eisenbahnverbindung nach München. Der See ist etwa 20 Kilometer lang, circa 4,7 Kilometer breit und hat eine Tiefe von 127 Metern. Die Umgebung des Sees bietet die höchste Dichte an Villen und alten Schlösschen mit Geschichte. Bei Fön gibt es vom See aus eine gute Aussicht auf die Berge und bis zur Zugspitze. Der Starnberger See ist nach dem Chiemsee und noch vor dem Ammersee der zweitgrößte See Bayerns. Um den See ist ein etwa 46 kilometerlanger Seerundweg angelegt, der von Sommer bis Herbst unter anderem zum Radfahren einlädt und auch in der bald anstehenden Winterzeit die Möglichkeit bietet, dort entlang zu joggen oder zu wandern.

 

Auf einer ausreichend geplanten Radtour am See dauert die Umrundung etwa fünf Stunden. Viele Freizeitsportler nutzen den See und seine umliegende Landschaft auch zum Angeln, Ruderbootfahren, Segeln, Surfen oder um Golf auf einem der vielen Golfplätzen um den See zu spielen. Im Sommer bietet sich auch ein Besuch der Badestrände an, die unter anderem in den am See gelegenen Orten Starnberg, Tutzing, Seeshaupt, Bernried oder Lido zu finden sind.

 

© Sonnenuntergang am Starnberger See.

 

Den Fürstensee natur- und kulturnah entdecken

 

  • Der Königsweg

 

Der König-Ludwig-Weg besteht seit 1977 und ist ein bekannter Rundweg, der den Ort Berg am Starnberger See mit den zwei pompösen Schlössern Schloss Neuschwanstein und Schloss Hohenschwangau verbindet. Der Rundweg ist mit Schildern, die ein blaues „K“ mit kleiner Krone aufweisen, gekennzeichnet. Insgesamt geht der Weg über eine Strecke von 120 Metern, wobei es durchaus verschiedene Varianten gibt, die es ermöglichen, die Jogging- oder Wandertour nach eigenen Vorlieben und eigener Fitness zu gestalten. Startpunkt für den Weg ist die Votivkapelle im Ort Berg. Dann geht es nach Starnberg und durch die Maisinger Schlucht. Am Dampfersteg angekommen, kann zwischen einer Bootstour nach Dießen am Ammersee oder dem Weg entlang des Ufers bis hin nach Raisting gewählt werden. Der gesamte Rundweg erstreckt sich etwa über 31,5 Kilometer.

 

  • Kulturspaziergang und Bismarckturm

 

© Der Bismarckturm am Hochufer des Starnberger Sees.

 

Neben Wanderungen in die Natur, gibt es auch einen „Kulturweg“ um den Starnberger See. So kann fernab der Natur, die eine oder andere Route mit der Erkundung der Stadt Starnberg abgerundet oder ergänzt werden. Es führt ein ausgeschilderter Weg durch die Innenstadt, auf dem Tafeln vor sehenswerten Gebäuden über deren Geschichte und historische Orte Auskunft gibt.

Ein weiterer Weg, der sowohl Kultur- als auch Seenähe hat, ist der von Starnberg bis zum Bismarckturm. Die kulturellen     Highlights auf der Strecke, die sich etwa über 5,5 Kilometer erstreckt, sind neben dem Bismarckturm – der zur Verehrung des einstigen Reichskanzlers Bismarck besteht – unter anderem die Votivkapelle, das Kloster in Aufkirchen oder der Heinz-Rühmann-Weg. Neben den kulturellen Highlights führt der Weg an einigen Passagen der Starnberger Seenlandschaft vorbei.

 

„Walking-Park“ zwischen den Seen: Starnberger See und Ammersee flotten Fußes erkunden

 

Der Nordic-Walking-Park Starnberger Fünf-Seen-Land bietet seit 2010 die Möglichkeit, die Umgebung zwischen dem Starnberger See und dem Ammersee im Lauf-, Walking- oder Wanderschritt zu erkunden. Die 23 Nordic Walking Strecken, die aber nicht nur mit den Stöcken begehbar sind, verteilen sich insgesamt auf über 280 Kilometern. Das Wegenetz, welches eine durchgängige Beschilderung hat, ist eines der größten in Europa. Die Touren des Parks sind untereinander zu variieren und es gibt auch die Möglichkeit, gewisse Strecken mit der Straßenbahn abzukürzen.

 

Etwa 500 verschiedene Schilder weisen Joggern, Wanderern oder Walkern die Wege, die durch Feld, Wald oder vorbei an Schluchten und den Seen führen. Da es auf der Tour nicht nur auf asphaltieren Wegen vorangeht, sondern auch einmal in waldiges, unebenes Gebiet oder zur kälteren Jahreszeit über gefrorenen Untergrund, ist es wichtig, dass der Dämpfungsmechanismus des Schuhs den individuellen Fußauftritt unterstützt. Dies ist vor allem für die sportliche Begehung der Wege von Entscheidung. Kürzere Wege für die sportliche Nutzung finden sich in Herrsching und Inning am Ammersee. Dazu gehören unter anderem der Kaiser Heinrich II Weg in Inning und die Zwei-Seen-Routen ab Stegen.

 

Wenn es im Laufschritt ein Stück bergauf gehen soll, dann kann eine der Touren gewählt werden, die auf den Heiligen Berg führt. Daneben gibt es noch Routen, wie die König-Ludwig-Aktiv-Tour über eine Strecke von etwa 16 Kilometern, die über den König-Ludwig-Weg bis zum Hügelgräber – mit 723 Metern der höchste Punkt im Landkreis – führt, oder die sportliche „Zum Reschen“ Panoramatour, die zum Deixlufer See vorbei an den Schlössern Tutzing und Garatshausen bis zum Lenné-Park führt. Weitere Touren erstrecken sich in einzelnen Parkabschnitten, wie Pöcking, Herrsching oder Münsing.