Frühling statt Winterwetter in den Bergen

Der richtige Winter will sich bislang in Bayern nicht blicken lassen. Auch die kommenden Tage ist er nicht in Sicht – im Gegenteil. Zunächst einmal wird es am Wochenende teils frühlingshaft.

 

 

Frühlingshafte Temperaturen soll es am Wochenende im Voralpenland geben. Dank Föhnunterstützung dürfen sich Sonnenanbeter am Samstag auf Spitzenwerte von bis zu 17 Grad freuen, wie ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD) am Donnerstag sagte. Ausflugsgaststätten und Straßencafés dürften auf viele Gäste vorbereitet sein, meinte ein Sprecher des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes Dehoga in München.

 

Allerdings gelten die positiven Aussichten nicht für ganz Bayern. Vor allem im Norden des Freistaates rechnet der DWD mit Wolken und kühleren Temperaturen. Ab Sonntag soll es dann in ganz Bayern regnen. Hoffnung auf Schnee dürften sich die Menschen dem Wetterexperten zufolge nicht machen. Erst ab 800 bis 1000 Höhenmetern fällt Neuschnee. «Der Winter kann ja im April noch kommen», sagte der DWD-Sprecher. «In den nächsten sieben Tagen jedenfalls nicht.»

 
Die Gastronomie profitiert vom milden Winter jedenfalls. Bei eisfreien Straßen seien die Menschen eher zu Ausflügen bereit, sagte der Dehoga-Sprecher. Bei Sonne – selbst wenn es kühl ist – hätten die Menschen einfach mehr Lust rauszugehen. Das mache sich auch in Wintersportgebieten bemerkbar. «Nicht alle Leute wollen dort skifahren, sondern vielleicht nur in der Sonne sitzen und einen Cappuccino schlürfen.»

 
Mit vielen Skifahrern und Ausflüglern rechnet auch eine Sprecherin der Zugspitzbahnen. «Wir haben gute bis sehr gute Bedingungen», sagte sie. Auf der Zugspitze liegen rund 190 Zentimeter Schnee, im benachbarten Gebiet «Garmisch Classic» sind es etwa 80 Zentimeter. Bis auf einen niedrig gelegenen Lift sind der Sprecherin zufolge alle Anlagen in Betrieb. «Wir haben bestes Skifahrwetter.»

 

 

jn / dpa