Bus der MVG in München unterwegs.

Fürstenfeldbruck: Haben MVG-Kontrolleure Schwangere gewürgt?

Das ist einmal ein Vorwurf, der es in sich hat:

Fahrkartenkontrolleur im Öffentlichen Personennahverkehr in und um München gehört sicher nicht zu den Jobs, den man sich aussuchen sollte, wenn man es auf allgemeine Beliebtheit angelegt hat.

Sollten aber die Vorwürfe stimmen, die eine 38 Jahre alte werdende Mutter gegen zwei Kontrolleure der MVG erhebt, dann ist Beliebtheit nun wirklich das Letzte, was die beiden erwarten könnten:

 

Wegen angeblichen Schwarzfahrens gewürgt!

 

Was genau vorgefallen ist:

Die 38-Jährige Monika B. beobachtete nach eigenen Angaben zunächst einen Streit zwischen einem anderen Fahrgast, einem der beiden Kontrolleure und dem Fahrer von dem Bus, mit dem die in der achten Woche Schwangere ins Krankenhaus fahren wollte.

Da sollen bereits üble Beschimpfungen geflogen sein.

Dann wollte Monika B. in den Bus einsteigen. Darauf soll der Fahrkartenkontrolleur sich ihr in den Weg gestellt haben und wollte ihr Ticket sehen.

Die werdende Mutter sagte ihm, sie wolle das Ticket gerade beim Busfahrer kaufen, worauf der sichtlich gereizte Fahrkartenkontrolleur ihren Personalausweis sehen wollte.

Monika B. sah das aber nicht ein – immer hin habe sie nichts unrechts getan.

Als der Bus vor dem Krankenhaus zum stehen kam, stieg die Schwangere aus und wurde – nach eigenen Angaben – dann von dem Fahrkartenkontrolleur und einer Kollegin angegriffen.

Die beiden sollen sie gewürgt und auf eine Bank geworfen haben- wegen Schwarzfahrens.

 

Die Polizei kommt – und hört verschiedene Stories

 

Sowohl die Schwangere Frau als auch die Kontrolleure erstatteten Anzeige:

Gegen die Kontrolleure wegen Körperverletzung, gegen Monika B. wegen Schwarzfahrens und Beleidigung.

Von Seiten der MVG heißt es, es gäbe keinen Grund, der Unschuldsbehauptung der Fahrkartenkontrolleure nicht zu glauben, da es gegen die beiden vorher noch nie Beschwerden  gegeben habe.

Die beiden Kontrolleure selbst sagen, sie hätten die schwangere Frau nicht am Fahrkartenkauf gehindert und dann attackiert, sondern Monika B. hätte den Kauf ihres Tickets immer weiter aufgeschoben, bis sie an ihrem Zielort angekommen war.

Ob die werdende Mutter sich hier ein Ticket sparen wollte, oder ob es einfach das erste Mal war, dass die beiden Kontrolleure handgreiflich wurden – die Ermittlungen laufen.

adc