G7-Gipfel: Demo in Garmisch Partenkirchen

G7: Erleichterung im Garmischer Rathaus über friedlichen Gipfelverlauf

 In Garmisch-Partenkirchen herrscht Erleichterung über den weitgehend friedlichen Verlauf der Proteste gegen den G7-Gipfel. Das Drumherum um den Gipfel sei friedlich und fair verlaufen ist, sagte Bürgermeisterin Sigrid Meierhofer (SPD) am Dienstag.

 

Selbst bei der Demonstration am Samstag sei es nur zu kleinen Zwischenfällen gekommen. „Mein großer Dank gilt Polizei und Gipfelgegnern gleichermaßen, die sogar bei belastender Hitze einen kühlen Kopf behielten und ein faires Miteinander unter dem Grundsatz der Demonstrationsfreiheit und der Sicherheit pflegten.“

 

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Die Rathauschefin würdigte die Umsicht und Hilfsbereitschaft der Gemeindebürger „gegenüber allen Gästen, insbesondere den Demonstranten“. Die Einwohner hätten damit ganz wesentlich zum friedlichen Verlauf des Gipfels beigetragen. Die Bilder von begeisterten Staatsgästen und friedlichen Demonstranten stellten eine gute Werbung für den Ort und die gesamte Region dar, so Meierhofer. Das zweitägige Treffen der Staats- und Regierungschefs von sieben führenden Industrienationen war am Montagnachmittag zu Ende gegangen.

 

 

Grenzkontrollen haben Gewaltbereite abgeschreckt

 

Die Bundespolizei hat ein positives Fazit der wegen des G7-Gipfels vorübergehend wieder eingeführten Grenzkontrollen gezogen. „Das hat viele gewaltbereite Personen abgehalten, überhaupt erst einzureisen“, sagte der Leiter der Bundespolizeidirektion München, Hubert Steiger, am Montag in München.
Im Zuge der Grenzkontrollen in Bayern seien zudem rund 150 weitere Straftaten aufgedeckt und etwa 60 Haftbefehle vollstreckt worden. Das zeige, dass Grenzkontrollen auch über einen kurzfristigen Anlass wie den G7-Gipfel hinaus für mehr Sicherheit sorgen könnten, sagte Steiger.

Tatsächlich in Zusammenhang mit dem G7-Gipfel wurde die Einreise aber nur einmal verweigert. Meist fielen Flüchtlinge bei den Kontrollen auf. Insgesamt stellten die Beamten 8600 Verstöße gegen das Aufenthaltsgesetz fest, rund 430 Personen verweigerten sie die Einreise. In den vergangenen zwei Wochen überprüfte die Bundespolizei bei den Grenzkontrollen in Bayern etwa 105 000 Menschen. Zahlen für das gesamte Bundesgebiet sollen in den kommenden Tagen veröffentlicht werden.

Die Bundespolizei hatte nach eigenen Angaben in Spitzenzeiten mehr als 6000 Beamte in Bayern im Einsatz. Neben der Kontrolle der Grenzen überwachten sie Flughäfen und Bahnhöfe und waren auch rund um den Tagungsort auf Schloss Elmau im Einsatz. Grenzkontrollen gibt es noch bis zum 15. Juni.

 

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rg / dpa

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