G8-Gipfel am 4. und 5. Juni 2015 bei Garmisch

Deutschland hat im kommenden Jahr die G8-Präsidentschaft.

Der G8-Gipfel der acht wichtigsten Industriestaaten in Schloss Elmau in Krün nahe Garmisch-Partenkirchen soll am 4. und 5. Juni 2015 stattfinden. Das hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) entschieden, wie Regierungssprecher Steffen Seibert am Dienstag mitteilte.

 

Die Entscheidung über die Location traf die Bundeskanzlerin bereits im Januar. Das Luxushotel in der Nähe von Garmisch-Partenkirchen erfülle alle logistischen und sicherheitstechnischen Anforderungen an einen Gipfelort, der immer weiträumig abgeriegelt wird. Zuletzt hatte Deutschland den G8-Gipfel 2007 in Heiligendamm in Mecklenburg-Vorpommern ausgerichtet.

 

Deutschland plant während seiner G8-Präsidentschaft 2015 auch drei Konferenzen der Außen-, Finanz- und Energieminister, wie Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Donnerstag nach der Kabinettsklausur in Meseberg bei Berlin sagte. Thematisch solle der Klimaschutz mit Blick auf eine Ende 2015 geplante Klimakonferenz in Paris ein Schwerpunkt sein. Zudem solle über die «Millenniumsziele» der Vereinten Nationen beraten werden. Dazu zählen etwa Armutsbekämpfung und bessere Gesundheitsvorsorge.

 
In diesem Jahr ist Russlands Präsident Wladimir Putin G8-Gastgeber. Der Gipfel findet im Juni im Olympiaort Sotschi statt. Zu den G8 gehören Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, die USA, Kanada und Russland.

 

Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) begrüßte die Wahl von Schloss Elmau als Gipfelort. «Wir werden perfekte Gastgeber für die Staats- und Regierungschefs der acht wichtigsten Industrieländer sein.» Die Wahl Bayerns als Tagungsort sei auch eine Anerkennung der Erfahrung bei der Organisation internationaler Großveranstaltungen. «Und Sicherheit ist ohnehin das Markenzeichen des Freistaats.»

 

Die Bundesregierung verwies auch auf die landschaftlich reizvolle Kulisse, die einen attraktiven Rahmen für die Begegnungen der Spitzenpolitiker biete. Das Schloss habe sich unter den derzeitigen Eigentümern zudem zu einem Forum für internationale Debatten entwickelt, besonders auch mit Veranstaltungen zur deutsch-israelischen und deutsch-amerikanischen Verständigung.

 

 

jn / dpa