Gauck: „Ein Leben … in Einig, Recht und Freiheit“

Bundespräsident Gauk erntet in seiner Rede zum Festakt in Frankfurt am Main heftigen Applaus. „Diesmal solle zusammenwachsen, was nicht zusammen gehört“.

 

Heute, zum 25. Jahrestag der Wiedervereinigung der Bundesrepublik Deutschland ernetet der Bundespräsident mächtigen Applaus. Tausende Menschen versammelten sich auf dem Opernplatz in Frankfurt am und über dem Main zu seiner Rede:

 

… „Unsere Werte stehen nicht zur Disposition. Sie sind es, die uns verbinden und verbinden sollen in unserem Land. Hier ist die Würde des Menschen unantastbar, hier hindern religiöse Bindungen und Prägungen die Menschen nicht daran, die Gesetze des regularen Staates zu befolgen. (…) Hier werden die unveräußerlichen Rechten des Individuums nicht durch Kollektivnormen eingeschränkt. Nicht der Familie, nicht der Volksgruppe, nicht der Religionsgemeinschaft.“

 

Die Haltungen gegenüber Flüchtlingen müsse sich angleichen. Noch sind sie innerhalb Deutschlands und der EU zu unterschiedlich. „Es kann keine Lösung in der Flüchtlingsfrage geben, es sei denn, sie ist europäisch“, so Gauck.

 

München wurde in der Hilfsbereitschaft um die Flüchtlinge international bewundert, bestaunt und gelobt. Ganz Deutschland zeigte sich bisher tolerant und weltoffen. Die CDU und Bayerns Finanzminister Markus Söder (CSU) sprechen momentan jedoch eher von einer Grenzerrichtung als von einer offenen Willkommenskultur.

 

Bundespräsident Joachim Gauck sieht in dem wiedervereinten Deutschland ein weltoffenes Land und erntet dafür auch Applaus von der Kanzlerin.

 

ScRi