Gedenktafel am Münchner Rathaus zum Oktoberfest-Attentat

Eine Gedenktafel am Rathaus erinnert künftig an das Oktoberfest-Attentat vom 26. September 1980 und die Betroffenen und Todesopfer. Die Gedenktafel wird am Dienstag, 4. September von Oberbürgermeister Dieter Reiter im Beisein von Betroffenen der Öffentlichkeit übergeben. Außerdem spricht Dimitrios Lagkadinos, Schwerverletzter des Oktoberfest-Attentats und Initiator der Gedenktafel.

Am 26. September 1980 explodierte eine Bombe am Haupteingang des Oktoberfestes und riss zwölf Menschen und den Attentäter in den Tod. 211 Menschen wurden zum Teil sehr schwer verletzt. Es war der schlimmste Terroranschlag in der Geschichte der Bundesrepublik. Mit der zentralen Gedenktafel wird neben dem Mahnmal am Oktoberfest-Eingang nun auch in der Mitte der Stadt an den Terroranschlag und die damit verbundenen Schicksale erinnert.

 

Die Inschrift „Ihr unbeachtetes Leid mahnt uns zur Fürsorge. Rechtsextreme Taten fordern unsere Wachsamkeit. München erinnert an alle Betroffenen und Todesopfer des Oktoberfest-Attentats vom 26.09.1980“ wurde gemeinsam mit den Betroffenen entworfen. Damit wird nicht nur an das Terrorattentat erinnert.

 

Die Stadt macht auf das Leid der Betroffenen aufmerksam und bringt selbstkritisch und empathisch die Versäumnisse der letzten Jahrzehnte und den in die Zukunft gerichteten Fürsorgeauftrag zum Ausdruck. Die zweisprachige, von dem Künstler Toni Preis im Auftrag des Baureferates gestaltete Gedenktafel, ist im Durchgang zum Prunkhof des Rathauses, rechts am Treppenaufgang, angebracht. Im Durchgang wird bereits mit Inschriften auf verschiedene Ereignisse in der Stadtgeschichte hingewiesen.