Gegner der Münchner Sicherheitskonferenz planen Proteste

Die Gegner der Münchner Sicherheitskonferenz planen mehrere Protestaktionen im Februar. Über 80 Organisationen und Gruppen aus Deutschland haben sich dem Protestaufruf des „Aktionsbündnisses gegen die Nato-Sicherheitskonferenz“ bereits angeschlossen.

 

 

Organisatoren erwarten 5000 Gegendemonstranten

 

Das Bündnis verlangt ein Verbot aller Rüstungs- und Kriegswaffenexporte. Außerdem wird der sofortige Abzug deutscher Truppen aus Afghanistan gefordert. „Bei der Siko geht es nicht um einen globalen Dialog oder globale Sicherheit“, sagte Mitorganisator Claus Schreer. Stattdessen gehe es bei der Sicherheitskonferenz darum, die Militärstrategie der USA und der EU-Staaten abzustimmen. Bereits im vergangenen Jahr hatten sich rund 2500 Personen an den Kundgebungen beteiligt:

 

 

Vom 3. bis zum 5. Februar treffen sich wie jedes Jahr Anfang Februar im Bayerischen Hof in München internationale Politiker und Experten, um sicherheitspolitische Fragen zu diskutieren. Auf der Hauptdemonstration am 4. Februar werden der Liedermacher und Schauspieler Konstantin Wecker und die Friedensaktivistin Malalai Joya aus Afghanistan auftreten. Die Organisatoren erwarten rund 5000 Teilnehmer. Schreer kritisierte zudem „hautnahe Polizeipräsenz“ bei Gegenveranstaltungen. „Das provoziert die Teilnehmer“, sagte er.