Die Bundespolizei am Hauptbahnhof München , © Symbolbild - Foto: Bundespolizei

Gewalt- und Alkoholexzesse am Hauptbahnhof in München

Gewalt- und Alkoholexzesse am Hauptbahnhof in München. Die Bundespolizei hatte in der Nacht auf Donnerstag alle Hände voll zu tun.
Ein 21-jähriger Schweizer sollte nach mehreren mündlichen Platzverweisen am Ausgang Bayerstraße den Hauptbahnhof verlassen. Er weigerte sich jedoch. Als Bundepsolizisten ihn zwangsweise entfernen wollten, schlug der Mann zu. Fußtritte gegen das Schienbein des einen Beamten, mit dem Ellenbogen in den Magen eines zweiten. Auf dem Weg zur Wache wehrte er sich weiter wehement. Erst nach Pfefferspray-Einsatz konnte er gefesselt werden. Er hatte nur einen geringen Alkoholwert (0,17 Promille) deswegen wurde eine Blutentnahme angeordnet. Möglicherweise haben Drogen zum Ausraster des Schweizers geführt.

Schlägerei mit Nasenbeinbruch

Gegen 04:20 Uhr ereignete sich in einem Schnellrestaurant auf der Empore des Hauptbahnhofes eine körperliche Auseinandersetzung in die, nach erstem Ermittlungsstand,
vier Personen verwickelt gewesen sein sollen. Beteiligte: ein 39-jähriger Nigerianer aus Fürstenfeldbruck, ein 41- jähriger Grieche ukrainischer Abstammung aus Sendling,
ein 37-jähriger Grieche georgischer Herkunft aus Puchheim und ein 33-jähriger Russe aus Starnberg. Der 37-jährige Grieche wurde mit Verdacht auf Nasenbeinbruch vom Rettungsdienst in die Klinik verbracht. Worum es in dem Streit ging, ist nicht bekannt.

Biss in die Backe

Um 05:50 Uhr soll ein 23-Jähriger aus Fürstenfeldbruck am Ostbahnhof einem 17-jährigen Togolesen eine Bierflasche ins Gesicht geschlagen haben. Dabei sei die Bierflasche
zerbrochen, woraufhin der Togolese Verletzungen an der Lippe erlitt. Der Angegriffene schubste danach einen anderen 23-jährigen Deutschen und soll diesem in die Backe
gebissen haben. Alle Beteiligten kamen vom Kunstpark Ost und waren alkoholisiert. Beim 17-Jährigen wurden 3,5 Promille, beim Fürstenfeldbrucker 1,22 und bei seinem 23-jährigen Begleiter 2,76 Promille Atemalkohol gemessen. Da auch Zeugen (allesamt Begleiter des 23-jährigen Fürstenfeldbrucker) Werte um 2,5 Promille hatten, wird die Aufklärung die Ermittler vor echte Herausforderungen stellen.

Rekordverdächtige Alkoholwerte

Am frühen Abend wurde  ein 44-jähriger Wohnsitzloser mit über 5 Promille Atemalkohol am Gleis 25 des Hauptbahnhofes aufgefunden
wurde. Er konnte nicht mehr selbständig gehen und musste wegen seines Zustandes vom Rettungsdienst in die Klinik verbracht werden.
Gegen 23:00 Uhr war dann ein 52-Jähriger aus Laim schlafend in der S2 gemeldet worden (Atemalkohol 4,63 Promille), der anschließend im Gewahrsam in der Wache
am Hauptbahnhof ausgenüchtert wurde.
Um 00:30 Uhr wurde ein 20-jähriger Somalier stark alkoholisiert in der Schalterhalle des Hauptbahnhofes angetroffen. Er konnte seinen Weg nicht alleine fortsetzen, wollte jedoch auch nicht die Hilfe der Bundespolizisten in Anspruch nehmen. Als er zur Dienststelle mitgenommen werden sollte, fing er an zu schreien, zu krampfen und verfiel in eine Schnappatmung. Da er nicht gewahrsamsfähig war, musste er unter Bundespolizeibegleitung in die Klinik. Atemalkoholwert: 3,45 Promille.
mh / Bundespolizei