Gewaltverbrechen in Bad Reichenhall: Tatwaffe gefunden

Bei den am vergangenen Montag von den Spurensicherern der SOKO im Bereich Gmainer Weg aufgefundenen Gegenständen handelt es sich um die Handtasche samt Geldbörse des 17-jährigen Opfers. Auch wurde in diesem Bereich ein feststehendes Messer gefunden.

 

Alle Gegenstände wurden noch in der Nacht zur Rechtsmedizin in München für weitergehende Untersuchungen gebracht. Während die Spurenauswertung bei der Handtasche noch nicht abgeschlossen ist, konnte das Messer zwischenzeitlich auf Grund der DNA-Untersuchungen als Tatwaffe identifiziert werden. Nach bisherigen Laborergebnissen ist jedoch keine eindeutige Täterspur auf dem Messer zu finden. Hier werden noch weitere labortechnische Maßnahmen durchgeführt.

 

Von der schwarzen, stark abgegriffenen Herrengeldbörse des 73-jährigen Opfers fehlt noch jede Spur. Denkbar wäre, dass der Täter seine getragene Kleidung, dunkle Hose, schwarzes Kapuzenshirt, Schuhe mit heller Umrandung und möglicherweise ein ärmelloses, gelbes Achsel-Shirt irgendwo versteckt oder entsorgt hat. Wer diesbezügliche Beobachtungen gemacht hat, wird gebeten, sich bei der Polizei zu melden.

 

Wahllichtbildvorlage bleibt bislang ohne Erfolg

 

Eine Wahllichtbildvorlage als wichtiges Element der Ermittlungsarbeit wurde von der SOKO bereits seit mehreren Tagen vorbereitet. Zwischenzeitlich konnte diese in Zusammenarbeit mit der 17-jährigen Geschädigten umgesetzt werden. In einem für eine Gerichtsverwertbarkeit vorgeschriebenen Verfahren wurden der jungen Frau 50 Bilder von unterschiedlichen Männern, darunter ein aktuelles Foto des Tatverdächtigen, gezeigt. Die 17-Jährige konnte dabei keinen als Täter benennen, jedoch auch nicht ausschließen, dass dieser bei den Fotos dabei war. Darüber hinaus wird diese Wahllichtbildvorlage noch mit weiteren potentiellen Zeugen durchgeführt, die den mutmaßlichen Täter in der Tatnacht möglicherweise gesehen haben. Dies ist noch nicht abgeschlossen.

 

RG / Polizei