Nicht auf die Gleise laufen, © Foto: Bundespolizei

Giesing: 55-Jähriger stürzt mit 3,48 Promille ins Gleisbett

Ein 55 Jahre alter Mann wurde am Wochenende mehrfach dabei entdeckt, wie er auf Bahngleisen in München herumlief. Der Mann hatte einen Alkoholpegel von 3,48 Promille. Auch ein Schwabe musste von den Bahngleisen geführt werden. Er hatte einen Alkoholwert von 2,21 Promille.

 

 

Nach Zeugenangaben wurde ein 55 Jahre alter Russe dabei beobachtet, wie er am Bahnhof Giesing stark alkoholisiert umher lief. Der Mann verlor mehrfach das Gleichgewicht und fiel in die Gleise. Unbekannte Reisende alarmierten per Notruf die Polizei.

 

Ein zufällig vor Ort befindlicher Polizist des Landes Baden-Württemberg zog den Mann aus dem Gleis und beaufsichtigte ihn bis zum Eintreffen der Bundespolizei. Es wurde eine Gleissperrung veranlasst und eine Bundespolizeistreife nach Giesing beordert. In dieser Zeit versuchte der Russe erneut mehrfach in den Gleisbereich zu steigen, vermutlich um den Bahnsteig zu wechseln.

 

Der Russe sprach weder deutsch noch englisch, was die Polizeiarbeit natürlich erschwerte. Mit seinem Alkoholwert von 3,48 Promille war der Mann „zeitlich sowie örtlich desorientiert“, wie die Beamten berichten.

 

Alkohol und Sprachprobleme erschweren die Ermittlungen

 

Nachdem er auf der Wache ausnüchtern konnte, konnte ein russisch sprechender Bundespolizist Informationen über den Mann in Erfahrung bringen. Der Russe stammt aus Moskau und war in Deutschland nur zu Besuch. Eine Sicherheitsleistung in Höhe von 90 Euro wurde einbehalten, um damit die entstandenen Kosten wegen Einleitung eines Verfahrens zu sichern. Das unbefugte Aufenthalt in den Gleisen ist eine  Ordnungswidrigkeit und ein Verfahren wurde eingeleitet.

 

Nach vollständiger Ausnüchterung konnte der 55-jährige am Sonntagmorgen die Wache wieder verlassen. Durch den Vorfall kam es zu kurzzeitigen Verzögerungen im Zugverkehr im Bereich des Bahnhofes Giesing.

 

 

Weiterer Mann im Bahngleis

 

Am selben Wochenende musste ein Zugführer der Deutschen Bahn erkennen, wie eine männliche Person im Gleisbereich zwischen der Vorstellgruppe Nord und der Donnersbergerbrücke, umher lief. Er veranlasste sofort eine Gleissperrung und ließ die Bundespolizei verständigen.

 

Er nahm sich dem offensichtlich stark alkohilisierten Mann an und führte ihn aus dem Gleisbereich. Der 44-Jährige war offenbar orientierungslos und hatte einen Alkoholwert von 2,21 Promille.

 

Er konnte den eingetroffenen Polizeibeamten vor Ort nicht sagen, wo er sich befand oder hin wollte. Erst nach einigen Verständigungsversuchen auf der Wache erfuhr man mehr. Der Mann hatte nach eigenen Angaben an einer Floßfahrt auf der Isar teilgenommen. Danach war er mit mehreren Begleitern noch in einer Münchner Gaststätte unterwegs. Auf der Suche nach dem Heimweg war er dann in den Gleisbereich geraten. Noch vor Mitternacht konnte der Mann in einen Zug nach Augsburg gebracht werden.

 

Außerdem Selfies im Bahngleis

 

Kurz vor Ferienbeginn mahnt die Bundespolizei: Bahnanlagen sind kein Spielplatz und Gleise kein Ort für Selfies! Viel zu häufig müssen die Streifen zu tödlichen Unfällen ausrücken, deswegen nun der Appell. Allein bis Ende Juli verzeichnete die Münchner Bundespolizei 37 Fälle, in denen sich Personen unbefugt in der Nähe von Gleisen aufhielten.

 

(pol/jh)